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Joachim Winkelhock: 20 Jahre Opel-Botschafter

| Autor: Steffen Dominsky

Als frisch gebackener Le Mans-Sieger kam er 2000 zu Opel, um im 460 PS starken Opel Astra V8 Coupé in der neu gestarteten DTM an den Start zu gehen. Und der Schwabe blieb: vier Jahre als Rennfahrer und seit nunmehr 16 Jahren als Markenbotschafter.

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Seit nunmehr 20 Jahre ist Joachim Winkelhock bei Opel. Einst als Rennfahrer, seit 16 Jahren als Markenbotschafter.
Seit nunmehr 20 Jahre ist Joachim Winkelhock bei Opel. Einst als Rennfahrer, seit 16 Jahren als Markenbotschafter.
(Bild: Opel)

Trotz aller Erfolge im Rennsport ist er stets bodenständig geblieben, ein Star zum Anfassen. Das lieben nicht nur die Rüsselsheimer an ihm. Und nicht nur wenn er bei Oldtimer-Rallyes einen der diversen Opel-Klassiker lenkt, sind die Zuschauer total aus dem Häuschen. „Mit seinem großen Fachwissen und Fahrkönnen hat er zudem unsere sportlichen Modelle in Topform gebracht. Vielen Dank für 20 Jahre hervorragende Zusammenarbeit“, gratuliert Opel-Chef Michael Lohscheller zum Jubiläum. Formel-1-Pilot, britischer Tourenwagenmeister, Le-Mans-Champion, DTM-Sieger und Opel-Markenbotschafter – das alles und noch vielmehr ist Joachim Winkelhock.

In Großbritannien wird er wegen qualmender Hinterreifen und seiner früheren Vorliebe für Glimmstengel als „Smokin‘ Jo“ verehrt. In Deutschland nennt ihn jeder „Jockel“ – der perfekte Name für einen blitzschnellen Schwaben. Schließlich erinnere der irgendwie an „Jockey“, ist man bei Opel überzeugt. Im Galopp gewann Jockel 1988 im WTS-Team des Schumacher-Managers Willi Weber die deutsche und europäische Formel-3-Meisterschaft. Schon ein Jahr später schnupperte er mit AGS Formel-1-Luft, bevor er im Tourenwagengeschäft voll durchstartete. 1993 wurde „Smokin‘ Jo“ mit BMW britischer Champion. Seine Zeit bei den Münchnern krönte er 1999 mit dem Sieg bei den legendären 24 Stunden von Le Mans.

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„Sein“ 1971er Rallye-Kadett

Ausgerechnet am Rande dieses Rennklassikers führte Winkelhock erste, geheime Gespräche mit Gesandten aus Rüsselsheim. „Ich konnte mir einen Wechsel zunächst gar nicht vorstellen, aber die Leute von Opel wollten mich, ließen nicht locker“, erinnert er sich. Die Hartnäckigkeit zahlte sich aus, und Winkelhock kehrte 2000 mit Opel in die DTM zurück. „Wir hatten richtig starke Fahrer am Start“, erzählt der Tourenwagenpilot, der bei seinem Lieblingsrennen am Nürnberger Norisring das Astra V8 Coupé gleich auf die Poleposition stellte. „Zum Lohn baute das Team mein Auto bis zum Rennstart um – es bekam spektakuläre Flügeltüren!“ Die beflügelten den Schwaben so sehr, sodass er prompt den ersten Lauf am Norisring gewann. Nach insgesamt vier DTM-Saisons mit Opel hängte Jockel seinen Helm Ende 2003 an den Nagel – für immer. „Ich bin danach nie wieder irgendein Rennen gefahren.“

Kein Rennen auf der Rundstrecke gegen andere Rennprofis, um korrekt zu sein. Sehr wohl findet Winkelhock bis heute großen Gefallen daran, die Schätze von Opel Classic auf Oldtimer-Rallyes schwungvoll zu bewegen. „Da habe ich zwei Lieblingsautos: Einmal den 1971er Opel Kadett B 1900 Rallye von Werksfahrers Anders Kulläng – das reine Vergnügen. Dieser Rallye-Kadett hat Opel im Breitensport richtig populär gemacht und ist damit so etwas wie ein Vorfahre vom neuen Opel Corsa-e Rally. Ich fahre den Kadett am liebsten auf der kurvenreichen Bodensee-Klassik. Und dann ist da noch der Opel Admiral V8 – ein ganz lässiger Cruiser. Vorn blubbert ein dicker V8, und der Admiral schwebt mit langen Federwegen wie ein Sofa auf Rädern über jede noch so schlechte Straße. Am besten natürlich, wenn meine Frau Sally dabei neben mir sitzt.“

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "bike & busines", "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group