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Juni bremst den Markt für Gebrauchte stark ab

| Autor: Andreas Grimm

Wenig erfreulich verlief der Juni für die Verkäufer von Gebrauchtfahrzeugen fast aller Art. Insbesondere bei den Pkw ging die Nachfrage so stark zurück, dass die Umschreibungen zur Jahresmitte ins Minus gerutscht sind.

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(Bild: Mauritz / »kfz-betrieb«)

Der Pkw-Gebrauchtwagenmarkt hat im Juni stark eingebremst. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts wechselten im sechsten Monat des Jahres 559.719 Pkw den Halter. Das waren 9,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Allerdings hatte der Juni auch zwei bis drei Arbeitstage weniger als der Vergleichsmonat, ausgelöst durch den Pfingsttermin.

Das schwache Juni-Ergebnis drückt letztlich den gesamten Gebrauchtwagenmarkt des Jahres ins Minus. Seit Jahresstart wechselten 3,61 Millionen Pkw den Halter, das sind 0,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Noch im Mai war der Markt deutlich im Plus gewesen.

Die rückläufige Entwicklung erfasste im Juni allerdings alle wichtigen Segmente im Gebrauchtfahrzeuggeschäft, selbst den bislang wachsenden Nutzfahrzeugsektor. Einzig die Busse waren stärker gefragt als im Vorjahr. In diesem schmalen Segment kletterten die Umschreibungen um 18 Prozent auf 486 Einheiten.

Auch Lkw-Segment im Minus

Lkw wechselten dagegen nur 27.800 Mal den Halter. Das waren 5,1 Prozent weniger als im Juni des Vorjahres. Gleichzeitig bleibt aber allein das Lkw-Segment auf Jahressicht im Plus. Die Besitzumschreibungen summieren sich seit Jahresstart auf 191.050 Einheiten (+3,9 %). Bei den Zugmaschinen sanken die Umschreibungen im Juni um 12,6 Prozent auf 9.230 Vorfälle.

Weiter rückläufig ist zudem die Entwicklung bei den gebrauchten Krafträdern. 51.800 Umschreibungen bedeuten ein Minus von 10,3 Prozent.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«