Klimaservice Kältenische

Von Steffen Dominsky

Mercedes-Benz war der Erste, der seine Klimaanlagen mit natürlichem CO2 befüllte. Aktuell ist der Volkswagen-Konzern der einzige Hersteller, der R744 in Serie einsetzt. Was das für Werkstätten heißt und was es mit dem „Thermospezialisten“ auf sich hat.

Mit dem R744-Wartungs- und -Befüllset von Klimacheck können Werkstätten eine CO2-Klimaanlage warten bzw. befüllen, ohne dass sie ein spezielles R744-Klimaservicegerät benötigen.
Mit dem R744-Wartungs- und -Befüllset von Klimacheck können Werkstätten eine CO2-Klimaanlage warten bzw. befüllen, ohne dass sie ein spezielles R744-Klimaservicegerät benötigen.
(Bild: Dominsky/»kfz-betrieb«)

Paul G. Hahnemann war von 1961 bis 1972 Vertriebsvorstand bei BMW. Aufgrund seines Gespürs dafür, wie man mit Modellen auch scheinbare Nischen erfolgreich besetzt, verpasste man ihm den Spitznamen „Nischenpaule“. Einen solchen Nischenpaule scheint aktuell auch der VW-Konzern zu haben. Und zwar im Hinblick auf das alternative Kältemittel CO2 alias R744. Denn die Wolfsburger sind die Einzigen, die auf das umweltfreundliche Kohlendioxid setzen. Allerdings (leider) ausschließlich in einer echten Nische: nur bei ihren Elektromodellen und nur bei denen, die über eine Wärmepumpe verfügen.

Das heißt aber dennoch, dass jede Werkstatt, die an der Klimaanlage eines ID 3, ID 4, Cupra Born oder Skoda Enyaq (mit Wärmepumpe) schrauben möchte oder muss, ein Klimaservicegerät für R744 braucht. Und das gibt es aktuell nur von zwei Anbietern: AVL Ditest und Texa. Praktischer Schönheitsfehler aus Sicht vieler Betriebe: deren Preis, rund 7.000 Euro.