Karosserieinstandsetzung: Clever aufschneiden

Wenn der Unfallinstandsetzer beschädigte Außenhautblechteile entfernt, darf er darunterliegende Karosseriestrukturen nicht beschädigen. Mit Säge und Winkelschleifer ist das oft kein leichtes Unterfangen – doch ein neues Spezialwerkzeug schafft Abhilfe.

| Autor: Ottmar Holz

Geklebte und gebördelte Radlauffalze trennt der MEC600 blitzschnell mit der seitlichen Fräsfläche auf, ohne das innere Blech zu beschädigen.
Geklebte und gebördelte Radlauffalze trennt der MEC600 blitzschnell mit der seitlichen Fräsfläche auf, ohne das innere Blech zu beschädigen. (Bild: Holz/»kfz-betrieb«)

Mit ruhiger Hand drückt Stephan Paschke, Assistent der Geschäftsleitung des Karosseriewerkzeugspezialisten Wieländer + Schill, ein surrendes Druckluftwerkzeug mit orangem Griff an die Radlaufkante des silbernen VW-Transporters. „Immer erst einschalten und dann den rotierenden Fräser ins Material hineindrücken, bis der Fräskopf vollständig anliegt“, ruft er den Mitarbeitern eines Münchner Karosseriebetriebs zu, die jeden seiner Handgriffe neugierig beobachten.

Sie sollen an dem verunfallten Transporter ein beschädigtes Seitenteil erneuern, und dazu muss das Altteil erst mal heraus. Mit einer zügigen Bewegung schiebt Paschke den Fräser am Falzrand entlang über das protestierend kreischende Blech. „Einfach gegen die Drehrichtung der Maschine am Falz entlangfahren – und schon sind wir fertig“, setzt Paschke seine Erklärung des Arbeitsschrittes fort. Kaum 30 Sekunden hat das Trennen des Falzes gedauert, nur ein dunkler Spalt im Blech und viele Stahlspäne auf dem Boden verraten noch, was hier in nur wenigen Augenblicken passiert ist.

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