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Karosseriereparatur: Richtig richten

Autor / Redakteur: Holger Schweitzer / Dr. Holger Schweitzer

Moderne Karosserien müssen leicht und sicher sein. Dafür setzen die Hersteller auf einen Mix an Materialien. Wie sich das auf Reparaturmethoden auswirkt, zeigt das Kraftfahrzeugtechnische Institut (KTI) in speziellen Schulungen.

KTI-Trainer Detlef Wedemeyer erklärt den Schulungsteilnehmern, wann eine Eingangsvermessung sinnvoll oder notwendig ist und worauf zu achten ist.
KTI-Trainer Detlef Wedemeyer erklärt den Schulungsteilnehmern, wann eine Eingangsvermessung sinnvoll oder notwendig ist und worauf zu achten ist.
(Bild: »kfz-betrieb» / Schweitzer)

Die hydraulische Nietzange liegt erst einmal schwer in der Hand. Sitzt sie an der richtigen Stelle, geht es jedoch schnell: In wenigen Sekunden sind zwei Stahlbleche und ein Aluminiumblech miteinander verbunden. Detlef Wedemeyer, Trainer des Kraftfahrzeugtechnischen Instituts (KTI), zeigt zuerst selbst, wie einfach Vernieten mit dem richtigen Werkzeug geht. Dann dürfen die Kursteilnehmer des eintägigen KTI-Kurses „Richten, Trennen und Fügen – Strukturschadeninstandsetzung an modernen Fahrzeugkarosserien“ selbst ran. Die Truppe ist bunt gemischt und besteht aus Karosseriebauern, Sachverständigen, Gutachtern und Betriebsinhabern.

Schließlich sind Werkstätten wie Gutachter gleichermaßen mit modernen Unfallfahrzeugen konfrontiert, die unterschiedlichste Fügetechniken und Materialien aufweisen. Einfach nur Stahl ist längst „out“. Moderne Karosserien bestehen aus einer Vielzahl von Materialien und zusammengesetzten Teilen. Denn Fahrzeuge sollen immer leichter und müssen immer sicherer werden. Reparieren Werkstätten solche Fahrzeuge nicht fachgerecht, gefährden sie die Sicherheit der Passagiere und können sogar dafür haften.