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Karpinski fordert: Keine Motorrad-Restriktionen

Autor: Doris Pfaff

ZDK-Präsident Jürgen Karpinski fordert, die Debatte um mögliche Fahrverbote von Motorrädern zu bestimmten Zeiten und Gebieten zu beenden. Wenn die Maschinen generell zu laut seien, müsse an ihrer Technik gearbeitet werden. Wer aber die Vorgaben erfülle, solle auch freie Fahrt haben.

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„Wenn die technischen Vorschriften erfüllt sind, gibt es keinen Grund, das Motorradfahren einzuschränken“, sagt ZDK-Präsident Jürgen Karpinski.
„Wenn die technischen Vorschriften erfüllt sind, gibt es keinen Grund, das Motorradfahren einzuschränken“, sagt ZDK-Präsident Jürgen Karpinski.
(Bild: Zietz)

Freie Fahrt für Motorräder – dafür setzt sich ZDK-Präsident Jürgen Karpinski ein. „Wenn die technischen Vorschriften erfüllt sind, gibt es keinen Grund, das Motorradfahren einzuschränken“, so Karpinski, selbst leidenschaftlicher Motorradfahrer.

Hintergrund ist die Diskussion um ein gefordertes Verbot von Motorradfahrten an Wochenenden in bestimmten Gebieten. Dazu wird die Bundesregierung in einem Bundesrats-Beschluss vom 15. Mai 2020 aufgefordert „zur wirksamen Kontrolle und Minderung von Motorradlärm“ (Drucksache 125/20) „zeitlich beschränkte Verkehrsverbote an Sonn- und Feiertagen aus Gründen des Lärmschutzes zu ermöglichen“. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer habe, so Karpinski, inzwischen verlauten lassen, dass die geltenden Regeln ausreichend seien und er den Beschluss des Bundesrates nicht umsetzen werde.

„Für mich ist das ein gefährlicher Weg, der ins Abseits führt“

Die Haltung des Bundesverkehrsministers teile der ZDK-Präsident: „Es kann doch nicht sein, dass wir dahin kommen, das Motorradfahren generell zu verbieten, weil es zu laut ist. Dann muss man an der Lautstärke arbeiten.“ In der öffentlichen Debatte würden immer häufiger Forderungen laut, die Nutzung von Kraftfahrzeugen zu reglementieren und Verboten zu unterwerfen. Karpinski: „Wir erleben, dass ein hoher Wert wie die Freiheit des Menschen, seine individuelle Mobilität selbst zu gestalten, Schritt für Schritt eingeschränkt werden soll. Für mich ist das ein gefährlicher Weg, der ins Abseits führt.“

Allerdings möchte er sich nicht missverstanden fühlen: Er plädiere für eine rücksichtsvolle Fahrweise, die auch den Interessen der Anwohner an den beliebten und besonders an Wochenenden viel befahrenen Strecken Rechnung trägt. Doch wer mit seinem Motorrad die geltenden technischen Vorschriften und Verkehrsregeln einhalte, solle auch weiterhin freie Fahrt genießen können.

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Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik