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Kaufinfos im Internet: Google klar vor Facebook

| Redakteur: Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Laut einer Umfrage verlässt sich der Großteil der Autokäufer (78 Prozent) bei der Informationssuche im Internet auf Google. Nur etwa jeder Fünfte bevorzugt Facebook.

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Konrad Weßner: „Die Wissensmacht Google hat im Wettlauf um die Vormachtstellung im Internet die Nase immer noch deutlich vor der Sozialmacht Facebook, wenn es um Kaufentscheidungen geht.“
Konrad Weßner: „Die Wissensmacht Google hat im Wettlauf um die Vormachtstellung im Internet die Nase immer noch deutlich vor der Sozialmacht Facebook, wenn es um Kaufentscheidungen geht.“
( Archiv: Vogel Business Media )

Autokäufer nutzen das Internet offenbar weitaus faktenorientierter als bislang angenommen. 78 Prozent der Autokäufer verlassen sich bei der Informationssuche auf Suchmaschinen wie Google. Nur 20 Prozent geben sozialen Netzwerken wie Facebook den Vorzug. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Nürnberger Marktforschungsunternehmens „Puls“ bei bundesweit 1.009 Autokäufern.

Zwar stiegen die Nutzerzahlen von Facebook und Co. in jüngster Zeit rapide an. „Mit der Glaubwürdigkeit sozialer Netzwerke ist es allerdings nicht weit her, wenn es um Kaufentscheidungen geht“, so Puls-Geschäftsführer Dr. Konrad Weßner.

Laut Puls-Umfrage vertrauen 76 Prozent der Autokäufer den Empfehlungen von „realen“ Freunden und damit weit mehr als denen von „digitalen“ Freunden in sozialen Netzwerken. Den Facebook-Freunden vertrauen im Zweifelsfall lediglich 7 Prozent der befragten Autokäufer. „Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass die Wissensmacht Google im Wettlauf um die Vormachtstellung im Internet die Nase immer noch deutlich vor der Sozialmacht Facebook hat, wenn es um Kaufentscheidungen geht“, sagt Weßner.

Seine Glaubwürdigkeit als Informationsquelle vor Kaufentscheidungen müsse sich Facebook „erst noch erarbeiten“. Die Beziehungen zwischen Facebook-Freunden seien im Zweifelsfall offensichtlich doch zu lose als dass ihnen vertraut wird. „Um der faktenorientierten Suche von Google etwas entgegen zu setzen muss die Zuckerberg-Republik das Vertrauen in die Beziehungsqualität zwischen den digitalen Freunden erst noch verbessern“, so Weßner weiter. Zudem hätten laut Umfrage 68 Prozent der befragten Käufer Bedenken gegenüber sozialen Netzwerken mit Blick auf den Dateenschutz. Bei Suchmaschinen oder unabhängigen Foren im Internet lägen diese Werte bei deutlich geringeren 46 Prozent bzw. 38 Prozent.

„Werbung auf Facebook und Co. sollte sich den Regeln anpassen, die zur Blüte der sozialen Netzwerke geführt haben: Wie auf einer Gartenparty sollte Unterhaltung im Vordergrund stehen, Hard Selling wird abgestraft“, resümiert Weßner.

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