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Kaufprämie: „Brauchen jetzt ein Signal, in welche Richtung es geht“

| Autor / Redakteur: Antonia Seifert / Doris Pfaff

Die Verkaufszahlen im Autohandel sind dramatisch abgestürzt. Eine aktuelle Umfrage zeigt Einbrüche von bis zu 50 Prozent. Eine Aussage vom Bund über eine mögliche Kaufprämie müsse schnell kommen, damit der Handel nicht länger einer Hängepartie ausgesetzt sei, fordert der ZDK.

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ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn fordert von der Politik ein eindeutiges Signal.
ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn fordert von der Politik ein eindeutiges Signal.
(Bild: Promotor)

Drei Wochen nach dem Corona-Neustart berichtet der stationäre Autohandel weiter über eine massive Kaufzurückhaltung der Kunden. Das zeigen die Ergebnisse einer ZDK-Blitzumfrage, die der Verband vom 4. bis 11. Mai durchführte. Daran nahmen 1.357 Autohändler teil.

Für mehr als die Hälfte (53 %) der befragten Händler liegen die Neuwagenverkäufe demnach um 50 Prozent und mehr unter den Vergleichszahlen des Vorjahres. Bei fast 29 Prozent der Befragten sind Rückgänge zwischen 30 und 50 Prozent zu verzeichnen. Über zehn bis 30 Prozent weniger Neuwagenverkäufe als im Vorjahreszeitraum berichten knapp 16 Prozent der Blitzumfrage-Teilnehmer. Für lediglich drei Prozent der Befragten spielen sich die Rückgänge im Bereich unter zehn Prozent ab.

Etwas positiver stellt sich die Situation im Handel mit Gebrauchtfahrzeugen dar. Rückgänge von 50 Prozent und mehr beklagen gut ein Drittel der befragten Händler (38 %). Für knapp 30 Prozent der Befragungsteilnehmer sind die Gebrauchtwagenverkäufe um 30 bis 50 Prozent geringer als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bei 26 Prozent der Händler gibt es Einbußen von zehn bis 30 Prozent. Und nur sechs Prozent der Befragten melden bis zu zehn Prozent weniger Gebrauchtwagenverkäufe im Vergleich zum Vorjahr.

„Nichts ist schlimmer für den Handel als eine wochenlange Hängepartie“

Auf Basis dieser Zahlen mahnte ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn eine schnelle Entscheidung der Bundesregierung über eine mögliche Kaufprämie an: „Nichts ist schlimmer für den Handel als eine wochenlange Hängepartie. Wir brauchen jetzt ein Signal, in welche Richtung es geht.“

Eine Kaufprämie müsse rückwirkend ab dem Ende des Lockdowns (20. bzw. 27. April) gelten und saubere Diesel und Benziner der aktuellen Schadstoffnormen Euro 6d-Temp und Euro 6d sowie junge Gebrauchtfahrzeuge einbeziehen.

Ähnlich hatten sich bereits die Kfz-Landesverbände Bayern und Baden-Württemberg geäußert. Auch sie fordern vom Bund, im Falle einer Prämieneinführung diese auch rückwirkend einsetzen zu machen. Seine Entscheidung darüber will der Bund Anfang Juni bekannt geben.

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