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KBA entlastet BMW bei Abgasmanipulations-Vorwürfen

Autor: Andreas Wehner

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat BMW von den Vorwürfen der Abgasmanipulation entlastet. Die DUH hatte dem Autobauer vorgeworfen, eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut zu haben. Das KBA fand allerdings keine Hinweise darauf.

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Der BMW 320d soll laut DUH eine Abschalteinrichtung haben.
Der BMW 320d soll laut DUH eine Abschalteinrichtung haben.
(Bild: BMW)

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat BMW von den Vorwürfen der Abgasmanipulation entlastet. Das Amt hat nach eigenen Angaben keine Hinweise auf eine verbotene Abschalteinrichtung bei einem BMW 3er mit Dieselmotor gefunden. „Die Abgasemissionen auf dem Rollenprüfstand und auch auf der Straße sind unter normalen Betriebsbedingungen nicht zu beanstanden“, heißt es in einer Mitteilung auf der Website des KBA.

Der Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte im vergangenen Jahr einen 320d unter die Lupe genommen und dem Autobauer vorgeworfen, die Software der Motorsteuerung manipuliert und eine illegale Abschalteinrichtung eingebaut zu haben. BMW hatte die Methoden des Vereins damals schon scharf kritisiert.

„Die von der Deutschen Umwelthilfe ermittelten Ergebnisse mit erhöhten NOx-Emissionen sind auf nicht normale Betriebsbedingungen zurückzuführen“, teilte das KBA mit. Es bestehe keine Veranlassung zur Einleitung von Maßnahmen.

„Die KBA-Testergebnisse zeigen in aller Deutlichkeit: Das geprüfte Fahrzeug wurde nicht manipuliert. Das Vorgehen der DUH halten wir deshalb für unseriös und ohne jegliche Aussagekraft“, sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich laut einer Mitteilung des Herstellers. Die Untersuchungen des KBA ließen darauf schließen, dass die von der DUH bemängelten Abgaswerte durch erzwungene Fahrsituationen und fehlerhafte Versuchsdurchführung zustande gekommen seien.

BMW betont seit Bekanntwerden des Abgas-Skandals bei Volkswagen, dass die eigenen Motoren alle rechtlichen Vorgaben erfüllten. „Grundsätzlich gilt: Fahrzeuge der BMW Group werden nicht manipuliert. Unsere Dieselmotoren sind sauber. Darauf können sich Öffentlichkeit und Politik, vor allem aber unsere Kunden und Mitarbeiter verlassen“, sagte Fröhlich.

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 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«