Schadstoffausstoß KBA nimmt Wohnmobile wegen Stickoxidwerten ins Visier

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Die Behörde hat nach eigenen Angaben „Unzulässigkeiten“ festgestellt, die bei einigen Wohnmobilen zu hohen Stickoxidemissionen geführt hätten. Jetzt prüft das KBA weitere Schritte.

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Im Abgasskandal geraten jetzt auch Wohnmobile in den Blick. „Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat in seinen Untersuchungen bei einigen Wohnmobilen hohe Stickoxidemissionen aufgrund von Unzulässigkeiten festgestellt“, teilte ein Sprecher der Behörde am Freitag mit. Das KBA habe die zuständige Typengenehmigungsbehörde und die Europäische Union darüber informiert.

Die Deutsche Umwelthilfe hatte im April nach eigenen Messungen bei Wohnmobilen einen „neuen Abgasbetrug“ angeprangert. Sie fand nach eigenen Angaben in einigen Antrieben Einrichtungen, mit denen die Abgasreinigung zeitweise abgestellt wird. Das KBA nannte keine technischen Details.

„Das KBA prüft weitere Schritte, damit die Unzulässigkeiten in den betroffenen Fahrzeugen entfernt werden“, hieß es von der Flensburger Behörde. Amtspräsident Richard Damm habe dazu auch der Umwelthilfe geschrieben. Der Verein forderte: „Die Fahrzeuge müssen zurückgerufen werden, damit sie nicht länger unsere Atemluft vergiften.“

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