KBA stuft weitere Mercedes-Diesel als illegal ein

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Der Streit zwischen dem KBA und dem Daimler-Konzern wegen möglicherweise illegaler Abgastechnik geht in eine neue Runde. Das Amt sieht weitere 170.000 Modelle betroffen, Daimler beharrt auf der Zulässigkeit der Technik.

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Mercedes hat weiter ein Rückrufproblem wegen der Abgasanlage: 170.000 weitere Modelle müssen in die Werkstätten.
Mercedes hat weiter ein Rückrufproblem wegen der Abgasanlage: 170.000 weitere Modelle müssen in die Werkstätten.
(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Der Daimler-Konzern muss rund weitere 170.000 Diesel-Fahrzeuge der Marke Mercedes wegen des Vorwurfs einer illegalen Abgastechnik zurückrufen. Betroffen seien ältere Modelle der A-, B-, C-, E- und S-Klasse mit der Abgasnorm Euro 5, davon etwa 60.000 in Deutschland, sagte ein Sprecher am Freitag. Das Kraftfahrt-Bundesamt habe einen bereits im vergangenen Jahr erlassenen Rückrufbescheid, der sich auf den Geländewagen GLK bezog, um weitere Baureihen ergänzt. Die betroffenen Fahrzeuge würden spätestens seit Mitte 2014 nicht mehr produziert.

Daimler betonte, man kooperiere weiterhin mit den Behörden, werde aber auch gegen diesen Ergänzungsbescheid Widerspruch einlegen. Das Kraftfahrt-Bundesamt stuft die in den Fahrzeugen verwendete Technik als illegale Abschalteinrichtung ein. Daimler hält sie für zulässig.

Der Konzern hatte schon nach dem GLK-Rückruf vor einem Jahr betont, dass die beanstandete Technik noch in vielen weiteren Modellen stecke, die untersucht würden, und daher weitere Rückrufe zu erwarten seien. Es gehe daher auch jetzt um keinen neuen Sachverhalt. Mit einer zusätzlichen Belastung des Ergebnisses in der Bilanz durch die weiteren Rückrufe rechne man ebenfalls nicht.

Mit dem nun erweiterten Bescheid wächst die Zahl der Autos und Vans, die Daimler wegen des Vorwurfs einer illegalen Abschalteinrichtung zurückrufen musste oder muss, nach Konzernangaben auf mehr als 1,4 Millionen, davon etwa 580.000 in Deutschland.

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