Porsche „Kein Direktvertrieb“

Autor: Martin Achter

Die Sportwagenmarke geht im Verkauf künftig einen anderen Weg als Konzernschwestern wie Volkswagen. Porsche-Deutschland-Chef Alexander Pollich hält am indirekten Vertrieb fest und erkennt darin Vorteile für den Kunden.

Alexander Pollich, Vorsitzender der Geschäftsführung von Porsche Deutschland, hält für die Marke am indirekten Vertriebsmodell fest. Agenturmodell und Onlinedirektvertrieb sind für ihn keine Themen.
Alexander Pollich, Vorsitzender der Geschäftsführung von Porsche Deutschland, hält für die Marke am indirekten Vertriebsmodell fest. Agenturmodell und Onlinedirektvertrieb sind für ihn keine Themen.
(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Redaktion: Herr Pollich, die Beschränkungen im öffentlichen Leben im Kampf gegen Corona erschweren nach wie vor den Fahrzeugvertrieb. Was bedeuten die Einschränkungen speziell für den Verkauf der Marke Porsche, die von Emotionalität lebt?

Alexander Pollich: Natürlich spüren wir die Einschränkungen bei uns im Handel; viele Showrooms sind aufgrund des Lockdowns seit Ende Dezember für den Publikumsverkehr geschlossen. Wir suchen mit unseren Händlern daher neue Wege, um den engen Kontakt zu den Kunden zu halten und die Menschen für die Marke zu begeistern. Beispielweise finden Verkaufsberatungen online statt, wir nutzen soziale Medien deutlich intensiver. Auch über digitale Events bleiben wir mit den Porsche-Fans im Austausch. Ende März haben wir den Porsche Taycan und Taycan Cross Turismo im Rahmen eines digitalen Live-Events im Porsche-Experience-Center am Hockenheimring präsentiert. Rund 8.000 Porsche-Kunden und -Enthusiasten haben teilgenommen und sind beispielsweise virtuell mit Rennfahrer Timo Bernhard auf der Rennstrecke gefahren. Klar ist aber: Wir freuen uns auf eine Zeit, in der physische Events wieder möglich sind. Rein digitale Erlebnisse reichen für eine Marke wie Porsche auf Dauer nicht aus.

Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Ressortleiter Management & Handel / »kfz-betrieb«