Reifenmontage Kein Kinderspiel

Autor: Jakob Schreiner

Für die Montage von UHP- und Runflat-Reifen könnte schon bald ein eigener Sachkundenachweis verpflichtend sein. Das zeigt: Viele haben erkannt, dass der Reifen ein Produkt mit hohen Anforderungen ist. Sie auch?

(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Die Zeiten, in denen der Monteur die Wulst eines 15-Zoll-Pneus, der nur halbherzig mit rosafarbener Montagepaste bepinselt war, mithilfe roher Gewalt und einem verbogenen Montiereisen über das Felgenhorn der rostigen Stahlfelge gewuchtet hat, sind längst vorbei. Reifen sind nicht mehr einfach nur schwarz, rund und aus „Gummi“ – die Pneus sind komplexer, und die Montage ist es auch. Insbesondere das Aufkommen von Ultra-High-Performance- (UHP) und Runflat-Reifen vor etwa zwei Jahrzehnten hat die Montageanforderungen an Mensch und Maschine nach oben geschraubt.

Aus Sorge davor, dass mit zunehmender Verbreitung dieser Pneus die unsachgemäße Montage und die daraus resultierenden Verkehrsunfälle zunehmen könnten, haben verschiedene Branchenakteure die Initiative ergriffen und das WDK-Zertifikat auf den Weg gebracht. Ziel ist es, durch geschulte Monteure und zertifizierte Maschinen die fachgerechte Montage der sensiblen UHP- und Runflat-Reifen sicherzustellen und einen einheitlichen Standard zu etablieren – auf freiwilliger Basis.

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Fachredakteur Ressort Service & Technik