Service Award Keine Dialogannahme, kaum Vorlauf

Autor Julia Mauritz

In der Baunataler Filiale der Glinicke-Gruppe bekommen die Kunden binnen ein paar Tagen einen Werkstatttermin – möglich machen das auf maximale Effizienz getrimmte Prozesse, die die Jury des Service Awards überzeugten.

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70 Werkstattdurchgänge gibt es täglich im Baunataler Autohaus Glinicke, das einen Vertriebsvertrag für Seat und Cupra hat.
70 Werkstattdurchgänge gibt es täglich im Baunataler Autohaus Glinicke, das einen Vertriebsvertrag für Seat und Cupra hat.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Die Zahlen sind beeindruckend: Das Baunataler Seat- und Cupra-Autohaus der Glinicke-Gruppe hat 90 Servicemitarbeiter. 70 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge durchlaufen täglich die Werkstatt, einige davon kommen dabei auch von anderen Glinicke-Filialen. Jährlich verkauft der Betrieb, der auch eine Karosserie- und Lackabteilung hat, 40.000 Servicestunden. Bei dieser Taktzahl müssen die Prozesse sitzen. Serviceleiterin Clarissa Laszig nennt zwei Besonderheiten, die den Baunataler Betrieb kennzeichnen: extrem kurze Vorlaufzeiten und der Verzicht auf die klassische Direktannahme mit den Servicekunden.

„Im Regelfall bekommen die Servicekunden binnen ein paar Tagen einen Werkstatttermin“, schildert Clarissa Laszig. Für Servicekunden, die keinen Termin haben, hält der Betrieb extra einen Serviceberater frei. Auch ohne Direktannahme wird der Kunde von einem Serviceberater empfangen, der das Fahrzeug annimmt. Mit einem Tablet ausgerüstet, erfasst er das Kennzeichen, fotografiert das Auto von allen Seiten und dokumentiert etwaige Schäden. Auch den Preis kann er dem Kunden gleich mitteilen. Die exakte digitale Checkliste arbeitet dann der Monteur ab.

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Den Verzicht auf die klassische Dialogannahme wertet die Serviceleiterin, die auf ein striktes Controlling setzt, als einen zentralen Faktor, um die kurze Vorlaufzeit sicherzustellen: „Unser besonderes Servicekonzept ist in dieser Form im Glinicke-Konzern einmalig. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Kundenbedürfnisse gewandelt haben. Sie haben die kurzfristigen Termine zu schätzen gelernt. Die Flexibilität und die Zeitersparnis sind ihnen wichtiger als der persönliche Kontakt zum Serviceberater. Die wenigsten wollen ihr Fahrzeug auf der Bühne von unten sehen“, betont sie. Dabei ist der Privatkundenanteil bei Glinicke in Baunatal überdurchschnittlich hoch.

Mit ihrer auf maximale Effizienz getrimmten Servicestrategie und vielen pfiffigen Maßnahmen wie Boxenstopp-Reifensamstagen hat Clarissa Laszig die Jury des Service Awards rundum überzeugt. In die Top Ten bei Deutschlands wichtigstem markenunabhängigen Werkstattpreis hat es der Glinicke-Betrieb damit bereits geschafft. Welche Platzierung am Ende herauskommt, das erfahren Sie bei der Preisverleihung, die am 29. November in Würzburg stattfindet. Hier können Sie sich für die Preisverleihung anmelden.

Zu dem dreistufigen Bewerbungsverfahren, welches das Autohaus beim Service Award absolvieren musste, gehörten eine Onlinequalifikation, eine umfangreiche Befragung sowie ein Jurybesuch durch die Redaktion von »kfz-betrieb« und Vertreter des Partners Loco-Soft.

Am Tag nach der Preisverleihung, dem 30. November 2021, finden am gleichen Veranstaltungsort die Autoservicetage statt. Das Forum für markenübergreifendes Servicemanagement nutzen Inhaber, Geschäftsführer und Serviceleiter aus Autohäusern sowie Experten und Dienstleister aus der Kfz-Branche, um über ihr Aftersales-Geschäft zu diskutieren.

Branchenvorträge, Serviceideen, die Gelegenheit zum Austausch und die umfangreiche Ausstellung kennzeichnen die Autoservicetage. Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Event-Website.

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