Ssangyong Keine Lieferschwierigkeiten durch Probleme in Korea

Autor Andreas Wehner

Der koreanische Autobauer Ssangyong hatte zuletzt Zahlungsschwierigkeiten und befindet sich in der Restrukturierung. Warum das für den deutschen Importeur aktuell kein Problem ist und warum er 2021 mit steigenden Verkäufen rechnet, erläutert Geschäftsführer Ulrich Mehling im Interview.

Ulrich Mehling
Ulrich Mehling
(Bild: Maxomotive)

Die Ssangyong-Neuzulassungen haben sich im Jahr 2020 mit minus 40 Prozent schlechter entwickelt als der Gesamtmarkt. Sie haben nur 1.700 Pkw verkauft. Woran liegt das und welche Jahresbilanz ziehen Sie?

Wir haben im vergangenen Jahr vor allem zwei Effekte gespürt. Einerseits war der Rexton die meiste Zeit des Jahres nicht verfügbar. Andererseits haben uns auch die beiden Lockdown-Phasen Verkäufe gekostet. Als privatkundenlastige Marke trifft uns das härter als andere. Andererseits haben wir sehr viele kleine Familienbetriebe, die ihre Kunden gut kennen und eine sehr persönliche Bindung aufgebaut haben. Das ist wiederum ein Vorteil. Insgesamt sind wir unter den gegebenen Umständen mit dem Jahr 2020 recht zufrieden.

Zum Ende des Jahres kam ein weiterer Aspekt hinzu: Ihr Hersteller in Korea hatte Geldprobleme und musste ein Restrukturierungsverfahren beantragen. Zwischenzeitlich war sogar die Produktion unterbrochen. Wie sehr haben Sie das gespürt?

Der Restrukturierungsprozess läuft aktuell noch. Und natürlich spüren wir, dass sowohl bei den Kunden als auch im Handel Verunsicherung da ist. Möglicherweise verlieren wir auch dadurch an Volumen. Vor allem aber haben wir einige neue Händler in Warteposition, die mit der Unterschrift unter den Händlervertrag jetzt doch erst einmal noch warten