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Keine Zahlen zu jüngsten Dieselrabatten

| Autor / Redakteur: dpa / Jens Rehberg

So wortreich die Hersteller ihre Rabattprogramme für ältere Diesel im Herbst ankündigten, so schmallippig werden sie bei der Frage nach Zahlen über die Nachfrage. Lediglich ein deutscher Autobauer deutet zumindest eine Hausnummer an.

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(Bild: Meinauto.de)

So wortreich die Hersteller ihre Rabattprogramme für ältere Diesel im Herbst ankündigten, so schmallippig werden sie bei der Frage nach Zahlen über die Nachfrage. „Es ist jedoch zu früh, um verlässliche Aussagen zu treffen“, heißt es bei BMW. „Zahlen möchten wir nicht kommunizieren“, lässt Toyota verlauten. Daimler-Chef Dieter Zetsche lässt sich bei der Bilanzpressekonferenz Anfang Februar lediglich auf ein „Wir sind bisher mit dem Austausch der Flotten sehr zufrieden“ ein.

Anfang Oktober hatte die Bundesregierung in ihrem Diesel-Konzept Umtausch-Aktionen als Möglichkeit vorgesehen, um die Luft in Städten mit hoher Schadstoff-Belastung zu verbessern. Die Hersteller legten umgehend Rabattprogramme auf, um Käufer anzulocken. „Damit kommen zügig neue Euro-6-Pkw auf deutsche Straßen, deren Verbrauch geringer ist als der von Bestandsfahrzeugen, und die zudem deutlich niedrigere Schadstoffemissionswerte aufweisen“, hatte VDA-Chef Bernhard Mattes angekündigt. Der Herstellerverband geht davon aus, dass im vergangenen Jahr rund eine Million Euro-6-Diesel verkauft wurden.

Inzwischen weisen 12,4 Millionen Autos auf Deutschlands Straßen die derzeit höchste Schadstoffklasse Euro 6 auf. Das ist gut jedes vierte Auto, wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Vorjahr war es jedes fünfte gewesen. Wie viele dieser Wagen einen Diesel-Antrieb haben, will die Behörde aber erst im April bekanntgeben. 813.000 Autos erfüllen die Schadstoffklasse Euro 6d-TEMP, die ab September für alle Neuwagen verbindlich ist und für die Abgaswerte auch auf der Straße gemessen werden.

Bratzel: „Ich glaube, dass die Zahlen nicht überragend sind“

Auch daraus ließen sich Schlüsse ziehen, sagte Branchenexperte Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach. „Ich glaube, dass die Zahlen nicht überragend sind.“ Das dürfte den Herstellern nicht passen, hatten sie doch im Oktober die Vorteile des Umtauschprogramms gegenüber Hardware-Nachrüstungen betont. Zuletzt hatten einige Hersteller ihre Angebote ausgeweitet.

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