»kfz-betrieb« Auto-Check: Kia Ceed Sportswagon

Autor: Andreas Wehner

Ob Familienausflug oder Einkaufsfahrt in den Baumarkt: Kias kompakter Kombi ist für alle Situationen geeignet, in denen auch mal etwas mehr Platz gebraucht wird.

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(Foto: Wehner)

Kompakte Kombis sind in Deutschland ein gutes Geschäft: Familienautos mit Platz für viel Gepäck, für die man nicht allzu tief in die Tasche greifen muss, sind beliebt. Auch Kia bietet mit dem Ceed Sportswagon, der seit 2012 in der zweiten Generation in den Autohäusern steht, ein solches Modell an. Mit dem Facelift im Herbst des vergangenen Jahres haben die Koreaner dem 1,6-Liter-Diesel ein paar PS mehr spendiert. Zudem kombinieren sie ihn auf Wunsch mit dem hauseigenen Doppelkupplungsgetriebe DCT.

Das verrichtet seine Arbeit unaufgeregt und ruckfrei, braucht aber ab und zu eine Gedenksekunde vor dem Schalten, was vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten auffällt. Der Motor mit seinen 100 kW/136 PS ist kein Sportler, hat aber genug Kraft für kurze Zwischenspurts, beispielsweise zum Überholen.

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Der Fahrer kann sich über eine gute Rundumsicht freuen. Aufgrund der zum Heck hin hochgezogenen Seitenlinie ist lediglich der Blick nach schräg hinten etwas eingeschränkt, sodass die optionale Rückfahrkamera eine gute Idee für den Kunden ist. Die Bedienung funktioniert fast tadellos – die Schalter sind überwiegend da, wo man sie erwartet. Den Knopf für die Lenkradheizung muss man jedoch suchen. Er ist zusammen mit den Schaltern zur Aktivierung verschiedener Assistenten links vorn unter dem Lenkrad versteckt.

Das Raumgefühl im Inneren ist gut. Auch auf der Rückbank hat man nicht das Gefühl, beengt zu sitzen. Der Kofferraum bietet mit 528 Litern ordentlich Platz für Gepäck. Bei umgeklappter Rückbank passen 1.642 Liter in den Ceed. Für Kleinkram gibt es Fächer unter dem Laderaumboden. Positiv fallen zudem die niedrige Ladekante und das im Testwagen verbaute Schienensystem (ab Ausstattungsvariante „Vision“ serienmäßig) auf, mit dessen Hilfe sich auch kleinere Gepäckstücke sicher transportieren lassen. Die Verstellung ist allerdings etwas hakelig. Das gilt auch für das Ausziehen der Gepäckraumabdeckung. Generell ist die Verarbeitung jedoch ordentlich.

Alles in allem ist der Ceed Sportswagon für den Kunden ein guter Deal. Die günstigste Version ist bereits für 16.190 Euro zu haben. Unser Testwagen in Vollausstattung kostet laut Preisliste 31.220 Euro.

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Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«