»kfz-betrieb« Auto-Check: Mitsubishi Space Star – Kleinwagen ohne Allüren

Gute Ausstattung in der Basisversion

| Autor: Timo Bürger

Der Mitsubishi Space Star ist das perfekte Stadtauto für Privatpersonen wie auch für Liefer- und Pflegedienste.
Der Mitsubishi Space Star ist das perfekte Stadtauto für Privatpersonen wie auch für Liefer- und Pflegedienste. (Bild: Bürger/»kfz-betrieb«)

Der erste Eindruck: Der Mitsubishi Space Star steht deutlich attraktiver auf den schicken 15-Zöllern als sein eher biederer Vorgänger. Das sportive „Dynamic-Shield“-Design ziert nun auch den Kleinsten in der Modellfamilie. Und in der Tat: Die Chromspangenfront ist hübsch anzusehen, der Dachkantenspoiler verleiht dem Kleinen zusätzlich Temperament.

Der Innenraum empfängt den Fahrer mit einer simplen anthrazitfarbenen Plastiklandschaft. Das war zu erwarten, schließlich muss der „Einstiegs“-Mitsubishi auch preislich überzeugen. Nichtdestotrotz sind die Materialien sauber verarbeitet, die Oberflächen fassen sich angenehm an, wirken nicht billig. Die Bedienung gibt keine Rätsel auf; jede Taste ist dort, wo man sie erwartet. Tachometer, Navigationsinfos und andere Anzeigen sind klar und scharf gezeichnet und demzufolge gut abzulesen. Kurzum: Der Mitsubishi macht einen soliden, bodenständigen Eindruck.

Eine kommode Sitzposition zu finden, ist allerdings nicht ganz einfach, denn die Sitzfläche lässt sich nur wenig nach unten verstellen; wer die 1,80 Meter Körpergröße überschreitet, dessen Haupt wird unweigerlich Kontakt mit dem Dachhimmel bekommen. Um ein bisschen Luft nach oben zu gewinnen, lässt sich die Lehne nach hinten verstellen. Allerdings: Das Lenkrad ist zwar in der Höhe verstellbar, axial aber nicht.

Flink in der Stadt unterwegs

In Anbetracht seiner nicht einmal vier Meter Länge ist der Mitsubishi Space Star ein wendiges Vehikel. Flink huscht er in Lücken – die Stadt ist sein Revier. Auch den Überholvorgang auf der Landstraße bewältigt das nur knapp 1.000 Kilo wiegende Leichtgewicht recht locker. Die fünf Gänge dürften gerne etwas geschmeidiger durch die Gassen flutschen, das Ganze geht etwas hakelig vonstatten.

Auf der Autobahn fühlt sich der Mitsubishi nicht wirklich wohl: Der Fahrer muss die 80 PS des Dreizylinders ordentlich fordern, um Fahrt beim Beschleunigen aufzunehmen – erst recht auf Steigungen. Jenseits der Richtgeschwindigkeit wirkt der Knirps etwas nervös. Die Wind- und Motorgeräusche sind deutlich zu vernehmen. Am besten stellt der Fahrer den Tempomat auf 120 Stundenkilometer ein, dann lässt sich entspannt Kilometer um Kilometer zurücklegen. Angenehmer Nebeneffekt dieser entkrampften Fahrweise. Der Japaner geht sparsam mit dem Kraftstoff um; mit durchschnittlich gut fünf Litern kommt er aus.

Hierzulande ein gefragter Typ

Der Mitsubishi Space Star ist einer der günstigsten Kleinwagen und unter anderem deshalb ein Besteller in Deutschland: Über 5.000 Mal hat sich der japanische Kleinwagen (Vorgänger und Faceliftmodell addiert) hierzulande im ersten Quartal verkauft. 2019 waren es insgesamt gut 20.000 Einheiten. Deutschland ist wichtigster Absatzmarkt.

Schon die Basis ab 10.490 Euro ist ordentlich ausstaffiert: Elektrisch einstellbare Außenspiegel, Berganfahrhilfe, Licht- und Regensensor oder elektrische Fensterherber vorne sind immer verbaut. Wer die „TOP“ genannte Linie wählt, freut sich über Sicherheitsfeatures wie Bi-LED-Scheinwerfer und einen Spurhalte- und Fernlichtassistenten genauso wie über Komfort durch Klimaautomatik, beheizbare Sitze oder das sieben Zoll große Infotainmentsystem mit Bluetooth-Schnittstelle. Ausgewählte Autohändler bieten den 71-PS-Benziner mit der Basisausstattung noch bis Ende Juli mit einem Rabatt von 3.000 Euro an.

Fazit: In Summe ist der Mitsubishi Space Star ein Kleinwagen für alle, die auf der Suche nach einem preisgünstigen, sparsamen und unkomplizierten Auto sind. Als privat genutztes Zweitfahrzeug im urbanen Raum ist er ebenso geeignet wie als Flottenfahrzeug für Liefer- oder Pflegedienste.

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