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»kfz-betrieb«-Gehaltsreport: Viele offen für Jobwechsel

| Autor: Martin Achter

Brisante Umfrageergebnisse für die Chefs von Autohäusern: Bis zu drei Viertel der Mitarbeiter sind offen für einen Jobwechsel. Zwar passt das Klima in den Betrieben, aber es locken andere Faktoren.

Das Arbeitsklima in Deutschlands Autohäusern passt laut »kfz-betrieb«-Gehaltsreport 2018 zwar. Trotzdem sind bis zu drei Viertel der Beschäftigten offen für den Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber.
Das Arbeitsklima in Deutschlands Autohäusern passt laut »kfz-betrieb«-Gehaltsreport 2018 zwar. Trotzdem sind bis zu drei Viertel der Beschäftigten offen für den Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber.
(Bild: VBM)

Viele Beschäftigte des Kfz-Gewerbes sind laut »kfz-betrieb«-Gehaltsreport 2018 offen für einen Jobwechsel: Nur für ein Viertel der Mitarbeiter in Deutschlands Autohäusern ohne leitende Funktion ist der Weggang zu einem anderen Arbeitgeber kein Thema, wie die Umfrage des Fachmagazins ergab. Etwas loyaler sind leitende Angestellte unterhalb der Geschäftsführerebene, von denen rund 31 Prozent nicht zu einem anderen Unternehmen gehen würden.

Wirklich verpflichtet dem eigenen Autohaus gegenüber fühlen sich den Umfrageergebnissen zufolge offenbar nur die Chefs: Von den Geschäftsführern und Inhabern wollen rund 70 Prozent nicht zu einer anderen Tätigkeit wechseln.

Der häufigste Grund, der Mitarbeiter zu einem Jobwechsel veranlassen würde, sind laut Umfrage bessere Verdienstaussichten. Fast 54 Prozent der leitenden Angestellten unterhalb der Geschäftsführerebene und 61 Prozent der übrigen Beschäftigten ohne leitende Funktion würden für mehr Geld zu einem anderen Unternehmen gehen. Das Arbeitsklima wäre hingegen für einen deutlich geringeren Teil der Mitarbeiter ein Wechselgrund.

Die generelle Stimmung in Deutschlands Autohäusern scheint indes zu passen: Insgesamt bewerten jeweils etwa zwei Drittel der leitenden Angestellten unterhalb der Geschäftsführerebene und der übrigen Mitarbeiter das Arbeitsklima in ihren Betrieben als gut. Weniger zufrieden sind die Mitarbeiter hingegen mit Aufstiegschancen, der Arbeitsbelastung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Was wird konkret bezahlt?

Die Löhne und Gehälter in Deutschlands Autohäusern variieren laut Umfrage teils erheblich – und zwar unter anderem nach Hierarchieebene, Betriebsgröße und Tätigkeitsbereich. Außerdem sind sie abhängig von regionalen Faktoren. Am meisten verdienen demnach – wenig überraschend – Inhaber und Geschäftsführer von Autohäusern oder Autohausgruppen mit über 250 Beschäftigten. Deren mittleres Bruttogehalt beläuft sich auf jährlich 185.000 Euro.

Deutlich weniger verdienen die Chefs von Kleinstbetrieben mit bis zu neun Mitarbeitern, bei denen circa 40.000 Euro brutto auf dem Konto landen. Über alle Betriebsgrößenklassen hinweg liegt das mittlere Gehalt von Inhabern und Geschäftsführern bei 60.000 Euro.

Leitende Mitarbeiter unterhalb der Geschäftsführerebene verdienen laut Umfrage im Mittel 47.500 Euro brutto. Beschäftigte ohne leitende Funktion haben ein mittleres Einkommen von 38.400 Euro brutto.

Alle Ergebnisse der Befragung finden Sie im »kfz-betrieb«-Gehaltsreport 2018, der online kostenlos abrufbar ist. Notwendig ist lediglich eine Registrierung.

Die Befragung erfolgte online durch »kfz-betrieb« über zwei Jahre hinweg und wurde vor den Tarifverhandlungen des Kfz-Handwerks 2017 abgeschlossen. Ausgewertet wurden insgesamt 2.621 Datensätze. Beteiligt an der Erhebung war der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern e. V.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«