Transformation Kfz-Betriebe erhalten Einblick in die Customer Journey von morgen

Autor: Doris Pfaff

Bis zum Spätsommer soll es eine neue Anlaufstelle für das Kfz-Gewerbe in Baden-Württemberg geben. Das Land fördert die Errichtung der Zukunftswerkstatt 4.0, die Autohäusern und Kfz-Werkstätten praktische Hilfen auf dem Weg in den Service der Zukunft gibt.

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Zukunftswerktstatt 4.0: Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (in roter Jacke) traf sich mit Branchenvertretern in Esslingen zum symbolischen Spatenstich.
Zukunftswerktstatt 4.0: Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (in roter Jacke) traf sich mit Branchenvertretern in Esslingen zum symbolischen Spatenstich.
(Bild: Karlsruher Institut für Technologie)

Rund 700.000 Euro investiert das Land Baden-Württemberg in die Zukunftswerkstatt 4.0. Der Spatenstich für das zentrale Schulungszentrum und Testlabor für Technologien, Prozesse und zukünftige Geschäftsmodelle ist am Mittwoch in Esslingen am Neckar erfolgt. Auf gut 450 Quadratmetern soll die Zukunftswerkstatt 4.0 die Struktur eines Autohauses realitätsgetreu und praxistauglich nachbilden. Die Eröffnung soll im Spätsommer erfolgen.

Ziel ist es, die Branchenakteure entlang der Customer Journey im Sales wie im Aftersales mit Technologien und Systemen von morgen zu konfrontieren. Dazu zählen Mitarbeiter und Inhaber vor allem von kleineren und markenungebundenen Betrieben, aber auch zukünftige Mitarbeiter, beispielsweise Berufsschüler.

Die Besucher aus der Kfz-Branche sollen Zukunftstechnologien erleben und trainieren können. Im Vordergrund stehen Digitalisierungsprozesse und die bevorstehende Transformation in den Kfz-Betrieben durch die Elektromobilität.

„Mit der Zukunftswerkstatt 4.0 leisten die Initiatoren einen Beitrag, die Beschäftigung im Kfz-Gewerbe nachhaltig abzusichern“, erklärte Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA), das neben der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) und der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) zu den Betreibern der Zukunftswerkstatt gehört.

Unterstützt wird das Projekt von mehr als 70 Unternehmen und Institutionen, darunter auch dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Auch das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg ist mit Hauptgeschäftsführer Carsten Beuß eingebunden. Beuß lobte die Anlaufstelle als eine gute Ergänzung zu den bestehenden Angeboten für die Betriebe durch den Kfz-Landesverband. Der Verband werde die Zukunftswerkstatt als Plattform für eigene Veranstaltungen nutzen.

Die Zukunftswerkstatt wurde im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg auf den Weg gebracht. Erklärtes Ziel des Landes Baden-Württemberg ist, Vorreiter in klima- und umweltschonender Mobilität zu werden sowie weltweit führender Automobil- und Mobilitätsstandort für neue Technologien. Dazu hat die Landesregierung im vergangenen Jahr einen Dialog mit der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zur Mobilität der Zukunft gestartet und das Projekt Transformationswissen Baden-Württemberg initiiert, das vor allem Kfz-Betrieben individuelle Beratung und Informationsveranstaltungen bietet. Die nächste Veranstaltung findet als kostenlose Onlineseminarreihe statt und startet am Samstag, 24. Juni, 2021.

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Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik