Umfrage Kfz-Branche glaubt an Zukunft für Verbrennungsmotoren

Autor: Christoph Seyerlein

Verbrennungsmotoren geraten zunehmend unter Druck. Erst vergangene Woche hat General Motors angekündigt, ab 2035 keine Autos mit solchen Antrieben anbieten zu wollen. In der Kfz-Branche glaubt dennoch eine klare Mehrheit an eine Zukunft für Verbrenner.

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Eine aussterbende Zunft: V12-Motoren.
Eine aussterbende Zunft: V12-Motoren.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Vergangene Woche hatte General Motors mit der Ankündigung für Aufsehen gesorgt, ab 2035 keine neuen Benziner und Dieselfahrzeuge mehr anbieten zu wollen. Auch andere Hersteller befassen sich mehr oder weniger offen mit einem Verbrenner-Aus in nicht allzu weiter Ferne. Einer der entscheidenden Gründe dafür dürften immer strengere Abgas-Vorschriften der Politik sein.

Zuletzt hatte beispielsweise der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) von der EU regelmäßig gefordert, ein Verbrenner-Aus durch die Hintertür durch scharfe CO2-Regelungen zu verhindern.

Auch insgesamt halten in der Kfz-Branche offenbar viele Verbrennungsmotoren nicht für Auslaufmodelle: Bei einer Umfrage von »kfz-betrieb« via Instagram gaben 82 Prozent von insgesamt 2.549 Teilnehmern an, eine Zukunft für Verbrenner zu sehen.

Als mögliche Optionen, um Autos mit Verbrennungsmotoren trotz CO2-Regulierungen in Zukunft weiter betreiben zu können, gelten beispielsweise synthetische Kraftstoffe. Porsche investiert beispielsweise aktuell in sogenannte E-Fuels. Allerdings merken Kritiker wie Volkswagen-Chef Herbert Diess immer wieder an, dass solche Treibstoffe in der Herstellung teuer, CO2-intensiv und wenig effizient sind.

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Fachredakteur Next Mobility