Kfz-Branchentreff: Wie Mitarbeiterführung und Kundenbindung zusammenhängen

Marcus Müller referiert bei der Kfz-Innung Flensburg Stadt und Land

| Autor: Holger Zietz

Beim Flensburger Branchentreff: (v.li.) Obermeister Günther Görrissen, Pressesprecherin Anja Bauer (beide Kfz-Innung Flensburg) und Referent Marcus Müller.
Beim Flensburger Branchentreff: (v.li.) Obermeister Günther Görrissen, Pressesprecherin Anja Bauer (beide Kfz-Innung Flensburg) und Referent Marcus Müller. (Bild: Kfz-Innung Flensburg)

Um den sich ständig wandelnden Herausforderungen zu begegnen, müssen sich Führungskräfte kontinuierlich weiterentwickeln. Dabei lautet für die Manager eine entscheidende Frage: Wie lassen sich die bestehenden Beziehungen innerhalb der betrieblichen Mannschaft optimiert nutzen?

Eine Antwort darauf gab Marcus Müller beim Branchentreff der Kfz-Innung Flensburg Stadt und Land. Für einen gerechten Umgang mit den Mitarbeitern ist es aus Sicht des Dozenten der Führungsakademie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes notwendig, diese in unterschiedlichen Verhaltenstypen zu klassifizieren. Müller gruppierte vier grundsätzliche Charaktereigenschaften: die initiativen, die stetigen, die gewissenhaften und die dominanten Mitarbeiter.

„Führungsverantwortung erstreckt sich auch darauf, auf diese unterschiedlichen Eigenschaften individuell, aber mit der gleichen Intensität eingehen zu können. Optimismus fördert dabei die Erfolgsaussichten“, so Müller. Es sei wichtig, alle gleich zu behandeln; Verständnis für alle Seiten aufzubringen. Im Team könne einfach mehr erreicht werden als durch Einzelleistungen. Miteinander zu kommunizieren, sei Grundvoraussetzung.

Zudem müssen Verhaltensspielregeln aufgestellt werden: „Sie müssen sich bewusst darüber sein, dass es hier möglich ist, etwas zu verändern.“ Darüber hinaus sollte eine Formel für Motivationsanreize gefunden und die Transparenzstruktur überprüft werden: „Je transparenter Sie selbst sind, umso mehr Vertrauen haben Ihre Mitarbeiter“, unterstreicht der Personalexperte.

Sich Zeit für die Belange der Mitarbeiter zu nehmen, ansprechbar zu sein und ein offenes Ohr für Probleme zu haben, wirke sich zusätzlich fördernd aus. Hilfreich sind aus Müllers Sicht regelmäßige Mitarbeitergespräche, Lob und Anerkennung. Dies bilde eine verbesserte Vertrauenskultur.

Transparenz und Kommunikation schaffen zudem eine vertrauensvolle Ebene für die Herausforderung „Kundenbindung“. Eine gute Basis des Vertrauens spielt für den Kunden eine entscheidende Rolle. Die positiven Auswirkungen erstrecken sich auf unter anderem auf eine höhere Loyalität, neue Kundenkontakte durch Weiterempfehlungen oder die Preisvorstellung, die dann eher eine untergeordnete Rolle spiele. „Wenn ein Kunde vertraut, dann kommt er wieder. Die optimierte Mitarbeiterführung unterstreicht dabei einen besonderen Effekt – und zwar die nachhaltige Stärkung der Kundenbindung“, so Müller.

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