Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg setzt auf Wirtschaftsministerin

Autor / Redakteur: Antonia Seifert / Doris Pfaff

Es sollen vor allem saubere Fahrzeuge von einer Prämie profitieren: Neuwagen und junge Gebrauchte – auch mit Verbrennungsmotor. Ihren Vorschlag, wie die Autobranche unterstützt werden kann, versprach die baden-württembergische Wirtschaftsministerin in Berlin einzubringen.

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Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.
Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.
(Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)

Rückenwind in Sachen Kaufprämie bietet die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut dem Kfz-Landesverband. In einem Schreiben an Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Landesverbands, spricht sich die Ministerin „für eine technologieoffene und emissionsorientierte Innovationsprämie“ aus, die die bestehende Umweltprämie ergänzen soll.

Das von ihr favorisiertes Fördermodell bestehe aus einer Grundprämie für alle emissionsarmen Fahrzeuge, „auch solche mit Verbrennungsmotor, die durch zusätzliche Anreize für besonders emissionsarme und -freie Fahrzeuge ergänzt wird“. Die Förderung soll neben Neuwagen vor allem auch junge und emissionsarme Gebrauchtwagen mit einschließen, betont Hoffmeister-Kraut.

Damit folgt die Wirtschaftsministerin weitgehend dem Kfz-Gewerbe, das Kaufanreize allein für Neuwagen ablehnt und seine Forderungen auch beim sogenannten Autogipfel, einer Telefonkonferenz der Vertreter der Automobilindustrie mit Bundeskanzlerin Merkel, Anfang Januar vorgebracht hat.

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe soll Möglichkeiten der Konjunkturförderung erarbeiten und dem Bund vorlegen, der Anfang Juni darüber entscheiden möchte. Hoffmeister-Kraut sicherte Ziegler zu, sich dafür einzusetzen, dass ihre Vorschläge in der Arbeitsgruppe Gehör finden.

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