Kfz-Gewerbe Bayern entdeckt erste Bremsspuren

Umsatzplus nimmt im Jahresverlauf deutlich ab

| Autor: Timo Schulz

Zwar sind die Zahlen des bayerischen Kfz-Gewerbes für die vergangenen Monate gut, dennoch zeichnen sich bei Autohäusern und Werkstätten erste Bremsspuren ab. „Die Entwicklung des bayerischen Kfz-Gewerbes im ersten Dreivierteljahr verlief auf den ersten Blick durchaus zufriedenstellend, lässt aber mit Blick auf den Jahresverlauf erste Sorgenfalten in den Gesichtern der Automobilhändler aufkommen“, kommentiert Präsident Albert Vetterl die Entwicklung.

Der Umsatz ist von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal um 5,1 und real um 4,4 Prozent gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten nahm um 3,1 Prozent zu, davon stieg die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 3,1 und die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um 2,9 Prozent.

Laut bayerischem Statistikamt nahm beim „Handel mit Kraftwagen“ der nominale Umsatz zwar noch um 5,9 Prozent zu (real: +4,4 %), jedoch ließ dieses Segment im ersten Quartal 2017 mit nominal 12,3 Prozent Wachstum (real:+10,7 %) noch große Hoffnungen auf ein echtes Rekordjahr aufkommen.

Die weiteren Aussichten bewertet Präsident Vetterl skeptisch: „In den letzten sechs Jahren lagen in Bayern die Fahrzeugneuzulassungen der Diesel-Pkws regelmäßig über den Zahlen der Benziner. Entsprechend stark trifft uns der Stillstand in der politischen Diskussion.“ Es gebe keine vernünftigen Gründe, vom Diesel abzurücken. Also würden Käufer anstelle eines effizienten Diesels lieber erst einmal gar kein Fahrzeug erwerben. „Das Thema Diesel bedarf schnellstmöglich einer politischen Lösung.“

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