Doppelprüfung der AU-Geräte Kfz-Gewerbe Bayern spart rund eine Million Euro pro Jahr

Autor / Redakteur: Nick Luhmann / Doris Pfaff

Wenn künftig die doppelte Prüfung der AU-Messgeräte wegfällt, ist das nicht nur ein Erfolg für den Bürokratieabbau. Für die AU-Betriebe bedeutet dies eine spürbare jährliche Ersparnis.

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Die bisher vom Gesetzgeber vorgeschriebene zweifache Prüfung der Messgeräte für die Abgasuntersuchung bescherte den Kfz-Werkstätten erheblichen bürokratischen Aufwand und ernorme Zusatzkosten.
Die bisher vom Gesetzgeber vorgeschriebene zweifache Prüfung der Messgeräte für die Abgasuntersuchung bescherte den Kfz-Werkstätten erheblichen bürokratischen Aufwand und ernorme Zusatzkosten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Vom Wegfall der sogenannten Doppelprüfung, also der vorgeschriebenen Eichung und Kalibrierung von Messgeräten für die Abgasuntersuchung (AU) bei Kraftfahrzeugen, profitieren allein in Bayern mehr als 6.000 AU-Betriebe. Umgerechnet bedeutet das pro Betrieb eine Kostensenkung von rund 350 auf nunmehr 180 Euro.

„Das bayerische Kraftfahrzeuggewerbe mit seinen sieben Innungen hat sich über Jahre hinweg gemeinsam mit der bayerischen Staatsregierung dafür eingesetzt, dass die sogenannte Doppelprüfung abgeschafft wird, weil sie unseren Betrieben viel Geld, Zeit und auch Nerven gekostet hat. Dass der Bundesrat jetzt das Ende beschlossen hat, ist ein großer gemeinsamer Erfolg im Interesse unserer mittelständischen Kfz-Innungsbetriebe. Daher bedanken wir uns bei der bayerischen Staatsregierung für die Unterstützung“, sagte Albert Vetterl, Präsident und Landesinnungsmeister des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes.

Freude über die Abschaffung der Doppelprüfung gab es auch aufseiten der Politik. „Die Abgasuntersuchung ist ein wesentlicher Bestandteil für umweltschonende Mobilität. Jetzt werden bundesweit die Rahmenbedingungen für die ausführenden Betriebe endlich einfacher. Daran haben wir in Bayern schon lange gemeinsam gearbeitet“, sagte Kerstin Schreyer, bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr.

Auch Hubert Aiwanger, bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, zeigte sich über die Entscheidung erleichtert: „Wir versuchten, Bundes- und Länderministerien im Dialog für den bayerischen Weg mit Argumenten zu gewinnen und zu überzeugen. Ein langer Atem für das erfolgreiche Votum der Länder war notwendig.“

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