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Kfz-Gewerbe Bayern: „Wir sind keine Bittsteller“

| Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Doris Pfaff-Manhold / Doris Pfaff

Albert Vetterl, Bayerns Präsident des Kfz-Gewerbes, spricht über die aktuellen Probleme und Herausforderungen. Er appelliert an das Kfz-Gewerbe, noch mehr zusammenzustehen und selbstbewusster seine Interessen zu vertreten.

Albert Vetterl ist seit 2017 Präsident des Kfz-Gewerbes Bayern.
Albert Vetterl ist seit 2017 Präsident des Kfz-Gewerbes Bayern.
(Bild: Kfz-Bayern)

Albert Vetterl: Die Corona-Pandemie ist sicher die größte Herausforderung, der sich auch unser mittelständisch geprägtes Kfz-Gewerbe stellen muss. Gerade im Lockdown sind sehr viele Herausforderungen und Fragen bei den Kfz-Innungsbetrieben entstanden. Und da haben sich die sieben bayerischen Kfz-Innungen und der Landesinnungsverband mit den jeweiligen Geschäftsstellen sehr in der Beratung und Unterstützung unserer rund 7.000 Innungsbetriebe engagiert.

Welche besonderen Herausforderungen gilt es nun zu meistern?

Die Soforthilfe- sowie Kredit- und Überbrückungsmaßnahmen waren wichtig, um die Wirtschaft durch den Lockdown zu bringen. Jetzt ist die Frage: Wie schaffen wir es mittelfristig, wieder zu geordneten und belastbaren Verhältnissen zurückzukehren? Hier darf nicht nur die Industrie im Fokus stehen, sondern vor allem auch der Mittelstand, das Handwerk. Allein das bayerische Kfz-Gewerbe steht für mehr als 140.000 Beschäftigte. Deshalb müssen sich Politik, Wirtschaft und Mittelstand an einen Tisch setzen. Denn die Politik muss erkennen, wer das Land zusammenhält: Das sind auch jetzt wieder die kleinen und mittleren Betriebe, so wie sie es auch schon in der Finanzkrise 2008 waren.