Hohe Energiekosten Kfz-Gewerbe begrüßt Senkung der Energiesteuer

Von Nik Luhmann

Die Entscheidung der Bundesregierung, die Energiesteuer vorübergehend zu senken, wird vom Kfz-Gewerbe grundsätzlich begrüßt. Das entlaste die Verbraucher. Um aber den Mittelstand zu unterstützen, brauche es gezieltere Maßnahmen, sagt ZDK-Präsident Jürgen Karpinski.

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Den Beschluss der Bundesregierung, die Energiesteuer vorübergehend zu senken, um damit den extrem steigenden Kraftstoffpreisen entgegenzuwirken, wertet das Kfz-Gewerbe grundsätzlich positiv.
Den Beschluss der Bundesregierung, die Energiesteuer vorübergehend zu senken, um damit den extrem steigenden Kraftstoffpreisen entgegenzuwirken, wertet das Kfz-Gewerbe grundsätzlich positiv.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die vom Koalitionsausschuss auf den Weg gebrachten Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten sind aus der Sicht des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) dringend notwendige Schritte in die richtige Richtung. ZDK-Präsident Karpinski betonte, es sei gut und richtig, die sozialen Härten bei vielen Millionen Autofahrern aufgrund der extrem hohen Treibstoffpreise durch eine temporäre Senkung der Energiesteuer auf das europäische Mindestmaß abzufedern.

Bei den beschlossenen Maßnahmen vermisst er jedoch zielgenaue Maßnahmen für die Unternehmen und insbesondere die mittelständische Wirtschaft. „Den gewerblichen Fahrzeugbetreibern, die insbesondere durch die explodierenden Dieselpreise zum Teil existenziell bedroht sind, ist allein mit der befristeten Absenkung der Energiesteuer nicht geholfen“, so Karpinski. Er hält weitere gezielte Unterstützungsmaßnahmen für notwendig, wie etwa die vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) geforderte Aussetzung der CO2-Abgabe.

Der ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer hatte erklärt, dass die temporäre Entlastung bei Spritkosten nicht ausreiche, um die Handwerksbetriebe zu entlasten. Zusätzlich sollten auch die Verbrauchssteuern auf Strom und Gas auf die europäisch zulässigen Mindestsätze gesenkt und die CO2-Abgabe befristet ausgesetzt werden.

Positiv fielen die Reaktionen auf den Beschluss der Regierung bei den Landesverbänden des Kfz-Gewerbes in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg aus. Aus ihrer Sicht hat die Regierung eine wesentliche Forderung des Kfz-Gewerbes nach einer schnellen Entlastung von den Energiekosten erfüllt. „Wir begrüßen, dass der Vorschlag des Kfz-Gewerbes, die Energiesteuern bei Treibstoffen für einen definierten Zeitraum zu senken, von der Bundesregierung aufgenommen wurde“, teilten die Geschäftsführer Jan-Nikolas Sontag vom Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein und Carsten Beuß aus Baden-Württemberg mit.

Die geplante Absenkung auf das europäische Mindestmaß (36 Cent bei Benzin, 33 Cent bei Diesel) sei ein Erfolg, weil davon Firmen und private Nutzer gleichermaßen profitierten. Wenn dazu allen einkommensteuerpflichtigen Erwerbstätigen einmalig eine Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro ausgezahlt werde, dann sei das Anliegen des Kfz-Gewerbes für eine effektive Maßnahme gegen explodierende Treibstoffpreise zu sorgen, voll erfüllt, betonten beide Geschäftsführer.

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