Kfz-Gewerbe bei der Ausbildung spitze

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Da kann sich die Industrie und so manche andere Branche ein Beispiel nehmen: Die Ausbildungszahlen in der Kfz-Branche steigen und steigen. Bereits zum fünften Mal in Folge hat die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse zugenommen. Allerdings gibt es keinen Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen.

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Bereits zum fünften Mal in Folge stieg 2018 die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Kfz-Gewerbe.
Bereits zum fünften Mal in Folge stieg 2018 die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Kfz-Gewerbe.
(Bild: Promotor)

Wer in Zukunft Erfolg haben will, braucht die richtigen Fachkräfte. Das kam bei Autohäusern und Werkstätten an. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der Ausbildungsverhältnisse erneut zugenommen. Insgesamt zählte das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 23.415 neu abgeschlossene Ausbildungsverhältnisse für Kfz-Mechatroniker (Stichtag 30. September 2018). Dies entspricht einem Plus von rund 5,4 Prozent.

„Das ist ein tolles Ergebnis“, resümiert ZDK-Geschäftsführerin Birgit Behrens, die beim Zentralverband für die Abteilung Berufsbildung verantwortlich ist. „Die Ausbildungszahlen in der Branche steigen nun schon das fünfte Jahr in Folge.“ Nicht nur das: Die Branche erzielte auch den größten Zuwachs der vergangenen fünf Jahre.

Damit lässt das Kfz-Gewerbe andere Branchen weit hinter sich. Im Handwerk stieg laut BIBB die Zahl der Ausbildungsverhältnisse um 1,1 Prozent auf gut 143.300. Damit legte das Handwerk etwas weniger zu als der bundesweite Schnitt: Hier zählte des Institut mehr als 531.400 neue Ausbildungsverhältnisse, ein Plus von 1,6 Prozent.

„Der Zuwachs im Kfz-Gewerbe ist sicherlich auch der Attraktivität der Branche geschuldet“, nennt Behrens einen Grund. Daran scheint sich auch trotz Dieseldebatte und Streit um Emissionen und Fahrverbote nichts geändert zu haben. Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, rangiert der Kfz-Mechatroniker auf Platz eins der Berufswünsche junger Männer.

Auch Abiturienten und Studienabbrecher gehen ins Kfz-Gewerbe

Auch die kaufmännische Seite verbucht einen Erfolg. Die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse legte 2018 um 2,9 Prozent auf knapp 5.450 Neuverträge zu. Auch hier gilt: Seit 2013 verbuchen die Autohäuser kontinuierlich steigende Neuabschlüsse, allerdings gab es Jahre mit höheren Wachstumsraten.

Für die gute Entwicklung nennt Behrens weitere Gründe: „Wir erreichen mittlerweile auch Abiturienten und Studienabbrecher, sowohl im kaufmännischen als auch im gewerblichen Bereich.“ Auch diese Zielgruppen seien für die Branche von großem Interesse. Und nicht nur das: Die Branche wird für junge Frauen immer attraktiver. „Die Quote ist erneut leicht gestiegen“, freut sich Behrens. Allerdings gibt es hier noch weiter Luft nach oben.

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