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Kfz-Gewerbe: Nachrüsten oder umsteigen bringt niedrige Schadstoffwerte

Autor / Redakteur: Antonia Seifert / Doris Pfaff

Die niedrigen Stickoxid-Werte, die in den ersten Monaten dieses Jahres in der Stuttgarter Innenstadt gemessen wurden, zeigen, dass es sich lohne, ältere Dieselfahrzeuge nachzurüsten, meint das Kfz-Gewerbe.

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Die neuesten Messergebnisse in Stuttgart zeigen gesunkene Stickoxid-Werte.
Die neuesten Messergebnisse in Stuttgart zeigen gesunkene Stickoxid-Werte.
(Bild: BMW)

„Nachrüsten oder ein neues Auto kaufen, sind zwei Möglichkeiten, die Luftbelastung in Stuttgart weiter zu senken, da sind wir uns mit Verkehrsminister Winfried Hermann vollkommen einig“, kommentieren Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Verbandes des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg, und Christian Reher, Geschäftsführer der Kfz-Innung Region Stuttgart, die Ergebnisse der jüngsten Schadstoffentwicklung in Stuttgart.

Die hatten der Verkehrsminister und die Landesanstalt für Umweltschutz für Stuttgart bekannt gegeben. Demnach wurden die Werte von 47, 36 und 37 Mikrogramm im Januar, Februar und März am Neckartor gemessen. Außerdem informierten sie über noch vorhandene Überschreitungen in der Talstraße und am Pragsattel.

„Schnelle Modernisierung bringt höchsten Erfolg“

Dass die Landesanstalt und der Verkehrsminister auch die Flottenerneuerung als Grund dafür nannten, warum sich die Stickoxid-Werte in den letzten fünf Jahren halbiert haben, „bestätigt unsere früheren Aussagen, dass eine schnelle Modernisierung den höchsten Erfolg bringt“, sagte Beuß.

Der Verkehrsminister erklärte: „Ob wir wirklich erfolgreich sind, hängt schon sehr stark davon ab, ob wir die Nachrüstung noch konsequenter machen. Wenn wir wollen, dass es keine Fahrbeschränkungen gibt, müssen wir uns weiterhin verantwortungsvoller verhalten: nachrüsten, ein neues Auto kaufen, wenn man eines im Blick hat. Auf die Emissionen achten, vielleicht ein elektrisches und hybridelektrisches Auto kaufen, und die schöne Zeit nutzen zum Fahrradfahren.“

„Auto, Rad und ÖPNV sind kein Gegensatz“

„Das können wir alles unterschreiben“, sagt Christian Reher, Geschäftsführer der Kfz-Innung Region Stuttgart, dazu. Für ihn, der selbst gerne ins Büro radele, seien Auto, Rad und ÖPNV kein Gegensatz, sondern ergänzten sich.

Das Thema Nachrüstung käme beim Autofahrer durchaus an, wie eine Rückfrage beim Fellbacher Autohaus Kloz ergab, das mit dem Einbau von Nachrüstsätzen begonnen hat. „150 Systeme sind bereits verbaut, 300 Systeme vorbestellt, und die Nachfrage steigt im Moment weiter an“, sagt Geschäftsführer Dieter Schlatterer.

Wenn dann der Umtausch nicht-nachrüstbarer Fahrzeuge gegen schadstoffärmere erfolge, wäre der Schadstoffanteil, den das Auto verursacht, sicher bald überall im grünen Bereich, hofft Beuß.

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