Spende für Flutopfer Kfz-Gewerbe NRW hilft betroffenen Betrieben

Autor / Redakteur: Nick Luhmann / Doris Pfaff

Innerhalb weniger Stunden fluteten die Wassermassen bei der Unwetterkatastrophe Mitte Juli ganze Landstriche und viele Unternehmen. Das Kfz-Gewerbe NRW entschied, schnell und unbürokratisch zu helfen. Mit einer Spende konnte 20 Betrieben geholfen werden, darunter der Firma Bultink in Hagen.

Firmen zum Thema

Obermeister Detlef Peter Grün (r.) und der Hauptgeschäftsführer des Kfz-Landesverbands NRW, Marcus Büttner (links), übergaben gemeinsam den symbolischen Scheck an Bastian Bultink (Mitte) – stellvertretend für viele andere Kfz-Unternehmer in NRW.
Obermeister Detlef Peter Grün (r.) und der Hauptgeschäftsführer des Kfz-Landesverbands NRW, Marcus Büttner (links), übergaben gemeinsam den symbolischen Scheck an Bastian Bultink (Mitte) – stellvertretend für viele andere Kfz-Unternehmer in NRW.
(Bild: Kfz-Gewerbe NRW)

Die großen Wassermassen, die in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli einige Regionen Nordrhein-Westfalens überfluteten, haben auch zahlreiche Kfz-Unternehmer schwer getroffen. Besonders viele Betriebe waren es im westfälischen Hagen, wo die Ruhr innerhalb weniger Stunden große Teile der Innenstadt und der Gewerbegebiete unter Wasser setzte.

Nach dem Motto „Wer schnell hilft, hilft doppelt“ traf Obermeister Detlef Peter Grün mit seinen Vorstandskollegen schnell die Entscheidung, 20 besonders betroffene Mitgliedsbetriebe unbürokratisch finanziell zu unterstützen. Verdoppelt wurde die Hilfe auch dadurch, dass sich das Kfz-Gewerbe NRW mit der gleichen Summe beteiligte. Bereits am Tag nach der Katastrophe halfen die Betriebsberater von Kfz-NRW vielen Betriebsinhabern vor Ort und am Telefon dabei, ihre Schäden für die Versicherungen aufzulisten.

Manchen Inhabern stand das Wasser bis zum Hals

Der Kfz-Betrieb Firma Bultink GmbH konnte erst vor wenigen Tagen den provisorischen Bürocontainer wieder räumen, sodass Geschäftsführer Bastian Bultink seinen angestammten Schreibtisch wieder beziehen konnte: „An manchen Stellen stand das Wasser bei uns 1,20 Meter hoch“, so Bultink. Anderen Betriebsinhabern stand das Wasser buchstäblich „bis zum Hals“.

Wie die meisten seiner Kollegen hatte Bultink seinen Betrieb glücklicherweise richtig versichert. Dennoch waren die Tage nach der Flutkatastrophe eine echte Herausforderung: „Der Schock saß tief, aber dann hat das ganze Team kräftig in die Hände gespuckt.“

Dankbar erinnert sich Bultink auch an die Kollegen vom Bauhandwerk, die schnell und zügig bei der Schadenbeseitigung geholfen hatten. Als einen Akt der Solidarität und Anerkennung nahm der Hagener Kfz-Unternehmer auch die Geste seiner Branchenorganisation wahr. „Es geht vor allem um die Bestätigung, in der Not nicht allein zu sein“, betonte Bultink.

Im Austausch mit den Journalisten vor Ort zeigte sich der Hauptgeschäftsführer des Kfz-Landesverbands NRW, Marcus Büttner, enttäuscht, dass sich die Stadtverwaltung Hagen bei einer schnellen Hilfe für die geschädigten Betriebe sehr zurückgehalten hatte. Er unterstrich, dass gerade darin die Wertschätzung für die Unternehmer als die lokalen Leistungsträger hätte zum Ausdruck kommen müssen.

(ID:47615079)