Kfz-Gewerbe NRW lehnt Agenturmodell ab

Vorstand stellt Weichen für Zukunft des Landesverbandes

| Autor: Christoph Baeuchle

Frank Mund, Präsident des Kfz-Gewerbes NRW.
Frank Mund, Präsident des Kfz-Gewerbes NRW. (Foto: Baeuchle)

Das Kfz-Gewerbe Nordrhein-Westfalen hat das Kommissionsagenturmodell als Branchenlösung abgelehnt. Der Vorstand kam bei seiner ersten Sitzung unter dem neuen Präsidenten Frank Mund zu der Ansicht, dass sich das Modell für die Mehrheit der Fabrikate nicht eigne. Stattdessen macht sich der Fabrikatsausschuss des Landesverbandes auf die Suche nach anderen Modellen. Der Ausschuss werde sich in seiner nächsten Sitzung intensiv mit Alternativen zum gegenwärtigen Vertriebsmodell beschäftigen, teilte der Landesverband mit.

In der Kritik des Vorstandes stand auch der zunehmende Einfluss der Versicherer auf das Servicegeschäft. Es bestehe die Gefahr, dass durch die Aktivitäten langfristig Schaden für die Qualität der Reparatur und Wartungsarbeiten in Kfz-Werkstätten entsteht.

Führungsteam des Kfz-Gewerbes NRW: (v.li.) Hauptgeschäftsführer Dieter Paust, Präsident Frank Mund, Vorstandsmitglied Bruno Kemper, designierter Hauptgeschäftsführer Marcus Büttner.
Führungsteam des Kfz-Gewerbes NRW: (v.li.) Hauptgeschäftsführer Dieter Paust, Präsident Frank Mund, Vorstandsmitglied Bruno Kemper, designierter Hauptgeschäftsführer Marcus Büttner. (Foto: Kfz-Gewerbe NRW)

Dabei kritisiert der Vorstand vor allem die Aktivitäten der HUK-Coburg. Laut Verband versucht diese, den Kostendruck im Unfallschadensgeschäft, der durch die problematischen Bedingungen von sogenannten Partnerwerkstattverträgen wächst, durch die Steuerung von Wartungsarbeiten in die Partnerbetriebe zu kompensieren. Damit würden die kostenbedingten Einschnitte in die Ausführungsqualität der Werkstattarbeiten weiter forciert. Nun sucht das Kfz-Gewerbe NRW gemeinsam mit Versicherern und Partnern nach einer Lösung.

Zudem hat der Vorstand wichtige Weichen für die Zukunft des Landesverbandes gestellt. Die Planungsgruppe soll den Bau einer neuen Landesgeschäftsstelle vorantreiben und einen Architekten mit der Detailplanung beauftragen. In einem weiteren Schritt soll dann die Mitgliederversammlung die Entscheidung für den Start der Ausführungsarbeiten geben.

Zudem hat der Vorstand einen potenziellen Nachfolger für Hauptgeschäftsführer Dieter Paust gefunden, der im Oktober in Ruhestand geht. Der Verbandsjurist Marcus Büttner soll die Aufgaben übernehmen. Unterstützung soll er durch einen Geschäftsführer Technik erhalten, den der Landesverband noch sucht.

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