Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein: „Wir sind das Rückgrat“

Autor / Redakteur: Doris Pfaff-Manhold / Doris Pfaff

Nina Eskildsen steht seit gut zwei Jahren an der Spitze des Landesverbands Schleswig-Holstein. Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, braucht es aus ihrer Sicht einen starken Verband und die Bereitschaft für Anpassungen.

Nina Eskildsen ist die erste Frau an der Spitze des Kfz-Landesverbands Schleswig-Holstein.
Nina Eskildsen ist die erste Frau an der Spitze des Kfz-Landesverbands Schleswig-Holstein.
(Bild: Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein)

Redaktion: Wie erleben Sie das Kfz-Gewerbe in der Coronakrise?

Nina Eskildsen: Die Branche steht ohnehin durch die Umstellung auf E-Mobilität vor einer großen Herausforderung. Da kam die Coronakrise noch on top. Als der Autohandel geschlossen wurde, standen die Telefone nicht mehr still. Weil wir im Landesverband aber gut aufgestellt waren, konnten wir schnell reagieren. In der Akutphase haben wir täglich aktuelle und für die Branche passgenaue Informationen geliefert. Wir haben auch frühzeitig in der Krise unsere Schulungen auf Onlineangebote umgestellt. Die Rückmeldungen aus den Innungen und Betrieben waren dazu durchweg positiv.

Welche Herausforderungen gilt es jetzt zu meistern?

Der Gebrauchtwagenhandel hat sich schnell erholt, aber nicht das Neuwagengeschäft. Den Händlern macht die E-Mobilität zu schaffen, die Hersteller können nicht liefern oder nur mit sehr langen Lieferzeiten. Was wir erst nächstes Jahr verkaufen können, hilft uns jetzt nicht. Außerdem gibt es weiterhin Probleme mit einigen Zulassungsstellen. Mit dem erneuten Anstieg der Infektionszahlen wird sicher auch der Informationsbedarf wieder steigen. Da sollen unsere Mitglieder erfahren, dass sie sich weiterhin auf uns verlassen können.