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Kfz-Gewerbe trauert um Horst Vogtmann

| Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Andreas Grimm

Horst Vogtmann ist tot. Der Bildungsexperte setzte sich jahrzehntelang ehrenamtlich für das Kfz-Gewerbe ein und erhielt dafür mehrere Auszeichnungen. Nun ist er im Alter von 78 Jahren gestorben.

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Horst Vogtmann, Vorsitzender des ZDK-Berufsbildungsausschusses, auf dem 1. Bundes-Berufsbildungskongress des Verbands in Bad Wildungen.
Horst Vogtmann, Vorsitzender des ZDK-Berufsbildungsausschusses, auf dem 1. Bundes-Berufsbildungskongress des Verbands in Bad Wildungen.
(Bild: Promotor)

Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe trauert um Horst Vogtmann. Jahrzehntelang setzte er sich ehrenamtlich für die Branche ein und engagierte sich bundesweit für die Berufsbildung. 1991 übernahm er den Vorsitz beim ZDK-Berufsbildungsausschuss und stand bis 2005 an seiner Spitze.

Vogtmann war beispielsweise maßgeblich daran beteiligt, das Berufsbild des Kfz-Elektrikers im Kraftfahrzeuggewerbe zu integrieren. Er wusste, von was er sprach. Hatte er doch ab 1954 eine dreijährige Autoelektriker-Lehre im Familienbetrieb Vogtmann & Herold gemacht. 1963 folgt der Abschluss der Meisterprüfung im Kfz-Elektro-Handwerk.

Bereits zwei Jahre später, im Alter von 25 Jahren, begann er, sich ehrenamtlich in berufsständischen Organisationen zu engagieren. In den 40 Jahren seines ehrenamtlichen Engagements hatte er zahlreiche Ämter rund um die Aus- und Weiterbildung inne: Mitglied im Berufsbildungsausschuss (27 Jahre, davon 15 Jahre als Ausschussvorsitzender), Berufsbildungsbeauftragter der Kfz-Elektrik (20 Jahre) und stellvertretender Landesfachgruppenleiter (26 Jahre).

„Wir sind sehr traurig über den Tod von Horst Vogtmann. Wir werden ihn immer als engagierten Vorstreiter in der Berufsbildung in Erinnerung behalten, der viel für das Kfz-Gewerbe in Deutschland erreicht hat“, so Hans-Werner Norren, Präsident des Kfz-Gewerbes Rheinland-Pfalz. Nicht umsonst habe er 2006 vom Landesverband Rheinland die goldene Ehrennadel verliehen bekommen.

Auch auf Bundesebene hat Vogtmann alle drei ZDK-Ehrennadeln erhalten: Bronze (1980), Silber (1989) und Gold (1998). „Horst Vogtmann war ein Ehrenamtsträger, wie man ihn sich wünscht“, ergänzt ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz.

Seinem ehrenamtlichen Engagement stand der Einsatz für den Familienbetrieb nicht zurück. 1976 wurde er zum Geschäftsführer der Firmen Vogtmann-Herold + Co sowie der Vogtmann & Herold Grundstücks-Gesellschaft berufen. Den Grundstein für Vogtmann-Herold + Co legten Karl Vogtmann und Johannes Herold. Anfang 1947 gründeten sie die Autoelektro-Werkstatt und Batterieladestation. 1956 wurde Vogtmann & Herold autorisierter Vertragspartner von Bosch.

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