Kfz-Gewerbe trotzt der schwächelnden Konjunktur

Verband blickt zuversichtlich auf das Gesamtjahr 2019

| Autor: Christoph Baeuchle

Die Aussichten sind gut: Neu- und Gebrauchtwagen sind weiterhin gefragt.
Die Aussichten sind gut: Neu- und Gebrauchtwagen sind weiterhin gefragt. (Foto: Grimm)

Die Wirtschaft kühlt langsam ab, viele Experten werden skeptischer in Bezug auf die Entwicklung im laufenden Jahr: Bundesregierung und EU haben ihre Erwartungen gesenkt, das Gleiche gilt für viele Wirtschaftsinstitute. Zuletzt fiel der Ifo-Index, die monatliche Umfrage unter 9.000 Managern, mit 97,4 Punkten auf den geringsten Wert seit November 2014.

Doch auch wenn die Rahmenbedingungen schwieriger werden, der ZDK bleibt zuversichtlich. Nun hat der Verband das Frühjahrsgutachten führender Wirtschaftsinstitute ausgewertet und Schlussfolgerungen für das deutsche Kfz-Gewerbe gezogen.

Die Erwartungen für das laufende Jahr hat der Verband darin weitgehend bestätigt: Der ZDK rechnet weiterhin mit Pkw-Neuwagenzulassungen auf Vorjahresniveau, maximal rund 3,4 Millionen Einheiten.

Da lohnt sich ein genauerer Blick in die Segmente: Nachdem der Privatmarkt im vergangenen Jahr mächtig zugelegt hat, war er zum Jahresstart allerdings erheblich im Minus. Dies dürfte über das Gesamtjahr 2019 nicht mehr auszugleichen sein: Der Verband rechnet mit einem Rückgang von rund drei Prozent auf 1,21 Millionen privater Pkw-Zulassungen.

Mehr Flottenzulassungen und Besitzumschreibungen

Uneinheitlich entwickelt sich der Markt gewerblicher Zulassungen. Zuwächse dürfte es vor allem im Flottenmarkt geben. Es wird erwartet, dass nach knapp 819.000 Einheiten im Vorjahr 2019 rund 855.000 neu zugelassen werden. Einen Teil gleicht der Rückgang bei den Herstellerzulassungen auf 300.000 Stück wieder aus (-3 %).

Dagegen halten sich Hersteller-induzierte Händlerzulassungen (-0,5 % auf 680.000 Stück) und die Vermietergeschäfte (+1 % auf 380.000 Stück) quasi auf Vorjahresniveau.

Besser sieht es bei den Besitzumschreibungen aus: Für 2019 rechnet der ZDK mit einem leichten Wachstum von bis zu einem Prozent auf rund 7,25 Millionen Fahrzeuge. Im ersten Quartal zeichnete sich die positive Entwicklung schon leicht ab. Zudem haben einige Hersteller und Importeure ihre Umweltprämien auslaufen lassen. Das dürfte sich beim Gebrauchtwagengeschäft positiv auswirken.

Trotz des Dämpfers zum Jahresstart ist der ZDK auch im Service zuversichtlich. Zwar lag die Auslastungsquote in den ersten drei Monaten zumeist nur knapp über 80 Prozent, doch zu Beginn des zweiten Quartals zeigte sie eine deutliche Aufwärtsentwicklung und legte auf 88 Prozent zu. Auch die steigende durchschnittliche Jahresfahrleistung und der wachsende Fahrzeugbestand wirken stabilisierend. Deshalb geht der ZDK für das Gesamtjahr von einem „zufriedenstellenden Niveau“ aus, allerdings ohne die Spitzenwerte aus den Vorjahren zu erzielen.

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