Suchen

Kfz-Gewerbe und E-Handwerke kooperieren

| Autor / Redakteur: Timo Schulz / Christoph Baeuchle

Wer ein Elektroauto fahren will, braucht auch die richtige Ladeinfrastruktur. Die Beratung durch Fachkräfte ist dabei entscheidend. Eine Kooperation zwischen Kfz-Gewerbe und E-Handwerke soll dabei helfen.

Firma zum Thema

(Bild: Promotor)

Die Nachfrage nach Elektroautos gewinnt an Schwung: Im vergangenen Jahr kamen 54.492 strombetriebene Fahrzeuge auf die Straße, 117 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen suchen die Kunden zunehmend auch nach Möglichkeiten, zu Hause oder im Unternehmen den Stromer zu laden.

Das ist der Ansatzpunkt der Kooperation zwischen Kfz-Gewerbe und den E-Handwerken. Innungsfachbetriebe aus dem Kfz-Gewerbe können zusammen mit dem Elektrohandwerk Lösungen aus einer Hand anbieten. Die Kunden erhalten im Autohaus gleichzeitig Beratung zum Kauf des für sie passenden Fahrzeugs und zu Serviceangeboten für den laufenden Betrieb.

Gemeinsam haben die beiden Partner den Flyer „E-Mobilität und Ladeinfrastruktur – kompetent beraten von Ihrem Innungsfachbetrieb“ für Autohäuser und Werkstätten aufgelegt. Er gibt Tipps und klärt darüber auf, dass die normale Steckdose für das Laden ungeeignet ist und vor dem Errichten einer Ladestation ein Check der Gebäudeinstallation erfolgen sollte.

Dem Kunden werden auch Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie das Elektrofahrzeug mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage umweltschonend und günstig betrieben werden kann. Der Flyer verweist auf eine Datenbank mit rund 500 E-Mobilität Fachbetrieben.

Wilhelm Hülsdonk, Vizepräsident und Bundesinnungsmeister des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), lobt die hohe Kompetenz im Kfz-Gewerbe. Auch Thomas Bürkle, Vizepräsident des Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), bricht eine Lanze für die Kollegen: „Die Möglichkeiten, Elektrofahrzeuge aufzuladen, sind vielfältig. Nur beim Fachhandwerk bekommt der Kunde eine optimale und individuell auf ihn zugeschnittene Lösung. Die Kooperation mit dem Kfz-Gewerbe bündelt die Beratungskompetenz beider Gewerke für einen noch besseren Kundenservice.“

Ungeeignete Stromversorgungssysteme verhindern nicht nur das Aufladen der Fahrzeuge, sondern sind auch mit einigen Gefahren für die Bewohner verbunden. Im Rahmen des „E-Checks E-Mobilität“ überprüft der E-Handwerker die Gegebenheiten vor Ort und passt sie bei Bedarf entsprechend an. Damit werden alle gesetzlichen Verpflichtungen erfüllt. Die Eigentümer tragen die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Betrieb der Anlagen.

(ID:45572156)