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Kfz-Innung Stade mit neuer Führungsspitze

| Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Zwei Jahrzehnte hat Gerhard Wiebusch die Entwicklung der Kfz-Innung Stade als Obermeister geprägt. Nun hat er das Steuer an seinen Nachfolger Ulrich Tietjen übergeben.

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Stabwechsel bei der Kfz-Innung Stade: (v.li.) Obermeister Ulrich Tietjen, Ehrenobermeister Gerhard Wiebusch und Hans Hermann Vollmers, stellvertretender Obermeister.
Stabwechsel bei der Kfz-Innung Stade: (v.li.) Obermeister Ulrich Tietjen, Ehrenobermeister Gerhard Wiebusch und Hans Hermann Vollmers, stellvertretender Obermeister.
(Bild: Zietz)

Die Mitglieder der Kfz-Innung Stade haben auf ihrer Jahresversammlung eine neue Spitze gewählt. Ulrich Tietjen löst Gerhard Wiebusch als Obermeister ab, der das Amt und die Entwicklung der Kfz-Innung in den vergangenen beiden Jahrzehnten prägte. Für die Mitglieder kam dies wenig überraschend. Bereits bei der Wahl 2016 kündigte Wiebusch an, dass dies seine letzte Amtsperiode sei und er sie spätestens 2018 vorzeitig beenden wolle. Dies setzte er nun in die Tat um.

„Ich bin jetzt 70 geworden, es ist wirklich Zeit für Jüngere“, stellte Wiebusch zum Abschied klar. In Anerkennung seines langjährigen Engagements und seiner Arbeit als Obermeister ernannte die Kfz-Innung Wiebusch zu ihrem Ehrenobermeister.

Unterstützung erhält der neue Obermeister Tietjen vom eingespielten Vorstandsteam. Die durch seine Wahl im Gremium freigewordene Stelle besetzt künftig Olaf Schier. Das Führungsteam der Kfz-Innung steht vor diverse Herausforderungen, dies es nun gemeinsam zu meistern gilt.

Dazu gehört beispielsweise auch die zunehmend zur Belastung werden Diskussion um die Zukunft des Diesel und drohende Fahrverbote. „Auch wenn der durchschnittliche Autofahrer niemals vor einer Straßensperre für Diesel stehen wird, wendet er sich vom Diesel ab“, zeigte Wiebusch in seinem letzten Tätigkeitsbericht die Folge der nunmehr seit Jahren anhaltenden Diskussion auf.

Wiebusch forderte die Hersteller auf, ihre Händler finanziell zu unterstützen, sowohl bei Leasingrückläufern als auch bei Gebrauchtwagen. Die wichtigste Maßnahme, so Wiebusch, sei eine zügige Entwicklung von Nachrüstsätzen für ältere Diesel. Um den Verbraucher wirklich zu beruhigen, müsse außerdem eine Garantieerklärung der Autobauer vorliegen, die den Kunden bei verhängten Fahrverboten entschädigen.

Der scheidende Obermeister ist überzeugt, dass die E-Mobilität weiter voranschreitet. Die Entwicklung in der Antriebstechnik gehe klar in Richtung Elektromotor, erläuterte Wiebusch und ergänzte: „Beim Automobilsalon in Genf war zu erkennen, dass der Elektroantrieb auf dem Vormarsch ist.“ Doch ob die in der Schweiz präsentierten Fahrzeuge ab 2020 tatsächlich in den Handel kommen, bleibe noch abzuwarten. Zudem treten viele Autobauer mit Hybridlösungen an.

Die Kfz-Innung des Kreises Stade hat 86 Mitglieder mit 96 Betriebsstandorten. Über die Hälfte davon sind als freie Werkstätten am Markt vertreten. Die Betriebe bilden 262 Auszubildende aus, davon 202 in der Fachrichtung Pkw-Technik, 37 Lkw-Technik. 23 Auszubildende werden in den kaufmännischen Abteilungen ausgebildet.

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