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Kfz-Landesverband Baden-Württemberg: Die Delle im Handel bleibt

| Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Doris Pfaff-Manhold / Doris Pfaff

Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Landesverbands Baden-Württemberg, und der Hauptgeschäftsführer Carsten Beuß sprechen über aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Kfz-Gewerbe vor dem Hintergrund der aktuellen Krise.

Michael Ziegler
Michael Ziegler
(Bild: Kfz-Baden-Württemberg)

Michael Ziegler: Eine solche Krise ist eine Bewährungsprobe und zeigt die Bedeutung eines Verbands. Es gab sehr viel Lob und Dank für die schnellen und essenziellen Informationen, die der Landesverband gerade in der Akutphase geliefert und ständig aktualisiert hat. Dennoch bleiben Punkte, an denen wir weiterarbeiten müssen, beispielsweise Kaufanreize für Kunden im Kfz-Handel. Bei dem Thema wollen wir am Ball bleiben.

Der Handel scheint sich zu erholen, oder?

Ziegler: Die Verkaufszahlen haben sich leicht erholt. Aber selbst wenn wieder das gewohnte Niveau erreicht werden sollte, haben Betriebe noch länger mit den Nachwirkungen zu kämpfen. Was jetzt ausgeliefert wird, wurde teilweise weit im Vorfeld bestellt. Speziell im Juli gab es einen Nachholeffekt aufgrund der Prämiendiskussion. Viele Kunden sind aufgrund von Kurzarbeit oder Jobverlust weiterhin nicht in Kauflaune. Daran ändert auch die Mehrwehrsteuersenkung nichts. Allein der Absatz von E-Autos und Hybridautos legt zu dank der nun immensen Förderung mit dem Umweltbonus. Bis zum Ende des Jahres wird die bisherige Delle im Handel nicht auszubeulen sein, zumal zwischenzeitlich verschiedene Hersteller auch Lieferprobleme hatten.