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Kfz-Landesverband Nordrhein-Westfalen: Händler sind keine Autosammler

| Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Doris Pfaff / Doris Pfaff

Frank Mund, Präsident des Kfz-Landesverbands Nordrhein-Westfalen spricht über die Anforderungen an den Verband in der Coronakrise und die Herausforderungen der Zukunft. Weit oben auf seiner Agenda stehen die AÜK und die Onlinezulassung.

Frank Mund ist Präsident des Kfz-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen.
Frank Mund ist Präsident des Kfz-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen.
(Bild: Kfz-Gewerbe NRW)

Frank Mund: Während der Akutphase waren wir als Dienstleister und Partner für die Innungen sehr gefordert. Unsere Mitarbeiter waren immer erreichbar und im Bedarfsfall vor Ort für alle Fragen und Belange ansprechbar. Für die Schnelligkeit und Qualität unserer Informationen sowie die personelle Präsenz in dieser schwierigen Zeit haben wir von den Kfz-Betrieben in NRW ein tolles Feedback bekommen.

Welchen aktuellen Herausforderungen muss sich der Landesverband stellen?

Natürlich hat uns die Coronakrise noch voll im Griff. Die Entscheidung, keine Kaufprämie für saubere Verbrenner zu zahlen, ist für uns nicht nachvollziehbar. Stattdessen gibt es eine Innovationsprämie für schlecht lieferbare E-Autos. In NRW bangen viele der 81.000 Mitarbeiter im Kfz-Gewerbe um ihre Arbeitsplätze, weil der Handel weit hinter den Zielen zurückliegt. Eine Kaufprämie für saubere Verbrenner beim Abverkauf von Lagerware würde helfen. In der Tarifpolitik hat sich in dieser Krise unsere Tarifpartnerschaft mit der CGM bewährt: Die Verhandlungen über Entgelterhöhungen wurden vertagt, stattdessen wurde eine schnelle gemeinsame Lösung für eine weitergehende Flexibilisierung der Arbeitszeiten gefunden.