Kfz-Landesverband Rheinland-Pfalz fordert, ältere Lkws mit Abstandswarnern nachzurüsten

Autor: Doris Pfaff

Ältere Lastwagen sollen mit Abstandswarnern nachgerüstet werden, um Auffahrunfälle zu vermeiden. Das fordert der Kfz-Landesverband Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Verkehrspolitiker Gustav Herzog.

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Hans Werner Norren fordert als Präsident des Kfz-Landesverbands Rheinland-Pfalz verpflichtend, ältere Lkws mit Abstandswarnern nachzurüsten.
Hans Werner Norren fordert als Präsident des Kfz-Landesverbands Rheinland-Pfalz verpflichtend, ältere Lkws mit Abstandswarnern nachzurüsten.
(Bild: Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz)

Abstandswarner können Auffahrunfälle von Lkws verhindern und damit Leben retten. Deshalb appelliert der Landesverband Rheinland-Pfalz des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Gustav Herzog (SPD), ältere Lastwagen, die noch nicht über dieses technische Hilfsmittel verfügen, nachzurüsten und dies gar zur Pflicht zu machen. Die Lkw-Fahrer werden mit einem akustischen Signal alarmiert, wenn die Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug zu gering wird. Dann kann der Lastwagen noch zum Stillstand gebracht werden.

Zwar ist jeder seit 2016 gebaute Lkw mit einem Abstandswarner und sogar mit einem Notbremsassistenzsystem, das die Bremsung automatisch auslöst, ausgestattet. Der Großteil der Lastwagen auf deutschen Straßen sei jedoch älter, weiß der Präsident des Kfz-Landesverbands Rheinland-Pfalz, Hans Werner Norren.

Ein Abstandswarner kann nach Norrens Meinung wesentlich dazu beitragen, um brenzlige Situationen zu vermeiden sowie Gefahren für Leib und Leben abzuwehren. Am wirksamsten arbeiten Notbremsassistenzsysteme, jedoch kann man sie nicht ohne Weiteres nachträglich einbauen. „Wird ein Lkw damit nachgerüstet, ist ein ganz neues Typengenehmigungsverfahren notwendig. Der Eingriff in die bestehende Technik ist zu tief“, erläutert der Verkehrspolitiker Herzog. Der Einbau eines Abstandsensors sei hingegen mit rund 1.000 Euro relativ kostengünstig möglich und erhöhe die Sicherheit.

Norren war selbst Augenzeuge eines Unfalls

Landesverbandspräsident Norren musste als Augenzeuge ein entsprechendes schweres Unglück miterleben: „Ich habe einmal gesehen, wie eine gesamte Familie ausgelöscht wurde, weil ihr Auto auf der A 61 unter einen Lkw geschoben wurde. Der hintere Lastwagen hatte das Stauende übersehen. Solche Bilder vergisst man nicht. Was immer getan werden kann, um solche Unfälle zu verhindern, sollte auch getan werden.“

Norren und Herzog fordern den Bundesverkehrsminister auf, die Straßenverkehrsordnung so zu ändern, dass alle in Deutschland zugelassenen Lkws mit Abstandswarnern nachgerüstet werden. Noch besser fänden sie, wenn diese Vorschrift europaweit oder gar weltweit umgesetzt werden würde.

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 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik