Kfz-Manufaktur Luli´co: die Scheibenchecker

Autor: Jakob Schreiner

Im Gegensatz zu manch anderer Werkstatt erwirtschaftet der Betrieb aus Overath mit Autoglas gute Umsätze. Das gelingt mit konsequenten Prozessen und absoluter Kundenorientierung, die auch im restlichen Servicegeschäft ganz oben stehen. Das hat die Jury überzeugt und dem Kfz-Betrieb einen Platz unter den Top Ten des Deutschen Werkstattpreises 2020 beschert.

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Geschäftsführer Vlorim Sekiraqa (ganz links im Bild) und das Team der Kfz-Manufaktur Luli´co.
Geschäftsführer Vlorim Sekiraqa (ganz links im Bild) und das Team der Kfz-Manufaktur Luli´co.
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Die Antwort auf die Frage, wie eine Kfz-Werkstatt für mehr Umsatz im Glasgeschäft sorgen kann, ist simpel und kennt eigentlich jeder. Sie muss die Scheiben bei jedem Fahrzeug, das in die Werkstatt kommt, kontrollieren. Die Kfz-Manufaktur Luli´co aus Overath macht das konsequent und schafft es so, rund 50 Scheiben zu tauschen oder zu reparieren – und zwar monatlich. Ein Wert, den andere Werkstätten mit Müh' und Not vielleicht im Jahr erreichen.

Der Scheibencheck ist Teil eines Drei-Punkte-Programms, das bei jedem Auto durchgeführt wird. Daneben werfen die Mechaniker auch stets einen Blick auf die Reifen und auf die HU-Plakette. Zusätzlich wird das Glasgeschäft durch die Unfallinstandsetzung in der K&L-Abteilung des Betriebs befeuert.

Die bei den Checks entdeckten Steinschläge, Risse oder Kratzer vermerkt der zuständige Mechaniker auf einem Spiegelanhänger, den er dem Kunden ins Auto hängt. Auch dass die Windschutzscheibe ein Teil ist, das verschleißt, weiß man bei Luli´co und weist den Kunden darauf hin. „Uns bringt das kräftig Umsatz und der Kunde merkt, dass wir sein Fahrzeug gründlich geprüft haben“, erklärt Betriebsinhaber Vlorim Sekiraqa. So monieren die Mechaniker auch immer wieder verschlissene Scheibenwischer, was für zusätzliche Umsätze auf der einen und für klare Sicht auf der anderen Seite sorgt.

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Beim Ersatz setzt der Betrieb wie bei allen anderen Teilen, die hier verbaut werden, auf Original- oder Bosch-Teile. „Hier machen wir keine Kompromisse“, sagt Sekiraqa. Abstriche an der Qualität – darauf hat er von Anfang an verzichtet, auch wenn der Kunde preissensibel ist. „Man muss es dem Kunden vernünftig erklären, warum Markenware sinnvoll ist. Dann ist er auch dazu bereit, dafür zu bezahlen“, erklärt er der Jury des Deutschen Werkstattpreises während des Besuchs. Für ihn sei es deshalb auch selbstverständlich, dass seine Mitarbeiter keine vom Kunden mitgebrachten Teile einbauen.

Das Glasgeschäft ist nur ein Beispiel dafür, wie konsequent und gezielt das Luli´co-Team mit den Kunden und ihren Fahrzeugen umgeht und wie sehr ihm eine hochwertige Arbeit am Herzen liegt. Sämtliche Geschäftsfelder – von der Getriebeölspülung über die Unfallinstandsetzung bis hin zur Oldtimerrestauration –, die das Unternehmen anbietet, werden unter diesen Prämissen und mit dem nötigen unternehmerischen Kniff angegangen.

Top-Platzierung beim Deutschen Werkstattpreis 2020

Wie der Unternehmer das genau anstellt und worin sich der Betrieb von Inhaber Vlorim Sekiraqa sonst noch von der Masse der Mitbewerber abhebt, wird erst mit der Verleihung des Deutschen Werkstattpreises 2020 am 9. Oktober in Würzburg verraten. Für die Jury aus Vertretern der Redaktion »kfz-betrieb« und der Automechanika Frankfurt war nach ihrem Besuch klar: Die Kfz-Manufaktur Luli -Co kommt unter die Top Ten.

Die Teilnahme an der Preisverleihung ist übrigens für die Besucher der „Freie Werkstätten und Servicebetriebe“ kostenlos. Die Fachtagung steht ganz im Zeichen der Fahrzeugdiagnose. Branchenexperten zeigen auf, wohin die Reise bei Reparatur und Wartung moderner Fahrzeuge geht und was freie Werkstätten tun müssen, damit sie nicht von einem immer größeren Teil des Wartungs- und Reparaturmarkts ausgegrenzt werden. Hier können Sie sich noch anmelden.

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 Jakob Schreiner

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Fachredakteur Ressort Service & Technik