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Kfz-Obermeisterinnen: Mit Blickwechsel

| Autor / Redakteur: Doris Pfaff-Manhold / Doris Pfaff

Petra Wieseler ist eine von vier Kfz-Obermeisterinnen und führt seit 2018 die Innung Ulm. Als kooptiertes Mitglied gehört die Baden-Württembergerin außerdem als erste Frau dem Vorstand des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe an.

Obermeisterin Petra Wieseler ist die erste Frau im Vorstand des ZDK.
Obermeisterin Petra Wieseler ist die erste Frau im Vorstand des ZDK.
(Bild: Autohaus Kreisser)

Klar, das Kfz-Gewerbe ist eine von Männern dominierte Branche, und sie ist die erste Obermeisterin, die die Kfz-Innung Ulm anführt und nun die erste Frau überhaupt, die dem Vorstand des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) angehört. Doch Petra Wieseler mag diese Sonderstellung überhaupt nicht. Das sei nichts Besonderes und spiele für ihre Tätigkeit keine Rolle. Zur Frauenquote hat die 50-Jährige deshalb eine klare Meinung: „Es hilft uns Frauen nicht, wenn wir nur aufgrund einer Quote in ein Amt kommen. Ausschlaggebend muss die Qualifikation oder Befähigung sein.“

Und die bringt sie für das Amt der Obermeisterin mit: Ihre Eltern führten das Autohaus Kreisser bereits in zweiter Generation. Darin wuchs Wieseler mit ihren Geschwistern quasi auf. „Für mich war von Anfang an klar, dass ich in der Kfz-Branche arbeiten und auch den Betrieb weiterführen wollte.“