Kfz-Pleiten steigen zuletzt um ein Drittel

Branche hinkt gesamtwirtschaftlicher Entwicklung hinterher

| Autor: Jakob Schreiner

(Bild: / vacivity / CC BY 2.0)

Die Insolvenzen im Kfz-Gewerbe sind im August 2017 im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund ein Drittel gestiegen. Insgesamt 64 Branchenbetriebe (August 2016: 49 Betriebe) mussten den Gang zum Insolvenzrichter antreten, wie aus den am Dienstag veröffentlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Darunter befanden sich 25 Handelsbetriebe (August 2016: 22) und 21 Kfz-Werkstätten (August 2016: 18). Von den Pleiten im August 2017 waren insgesamt 101 Arbeitnehmer betroffen. Die voraussichtlichen Forderungen belaufen sich auf 14,8 Millionen Euro.

Bei den kumulierten Monatszahlen 2017 sind einige Werte auffällig – positiv wie negativ. Während Kfz-Händler im Jahresverlauf bislang weniger oft in eine finanzielle Schieflage geraten sind (- 6,7 Prozent, 168 Fallzahlen), sind Reparaturbetriebe mit 121 Fällen deutlich häufiger (+12,8 %) betroffen als im Vorjahreszeitraum. Einen noch deutlicheren Anstieg erlebten die Betreiber von Autowaschanlagen. Statt 24 Betriebe wie im Jahr 2016 sind in diesem Jahr bislang 32 Anlagen in eine finanzielle Notlage geraten (+33,3 %). Konstant auf Vorjahresniveau bewegen sich hingegen mit 18 Fällen die Insolvenzen der Lackierbetriebe.

Betrachtet man die Entwicklung der ersten acht Monate, sind die Branchen-Pleiten leicht um 2,9 Prozent gestiegen. Von Januar bis August 2016 waren 409 Betriebe zahlungsunfähig – 2017 sind es bisher 421. Dahinter steckt eine voraussichtliche Forderungssumme von 163,5 Millionen Euro und das Schicksal von 948 betroffenen Mitarbeitern.

Insgesamt hinkt die Kfz-Branche der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung deutlich hinterher – branchenübergreifend sind die Insolvenzen mit 13.543 Fällen im Jahresverlauf bislang um knapp 7 Prozent rückläufig.

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