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KI-Scanner: Schneller und genauer als der Mensch

Autor: Jan Rosenow

Eine neue Scan-Software der KÜS spart den Werkstätten Zeit beim Übertragen der Daten aus der Zulassungsbescheinigung – und arbeitet angeblich genauer als ein Mensch.

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Zulassungsbescheinigung Teil 1: Verwechslungen (wie zwischen O und 0) sollen mit der KÜS-Software kein Thema mehr sein.
Zulassungsbescheinigung Teil 1: Verwechslungen (wie zwischen O und 0) sollen mit der KÜS-Software kein Thema mehr sein.
(Bild: Bundesregierung)

Auch im digitalem Zeitalter nehmen viele Werkstätten die Informationen aus der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (früher Fahrzeugschein genannt) noch händisch auf. Das dauert nicht nur lange, sondern ist auch fehleranfällig – vor allem, wenn die Angaben telefonisch erfolgen. Die neue Software Fahrzeugschein Digital (FZD) von KÜS Data hingegen soll das Dokument in kürzester Zeit digital auslesen. Nötig ist nur ein Foto oder ein Scan der Zulassungsbescheinigung.

Mit einer Auslesequote von 98 Prozent übertrifft die elektronische Bildauswertung laut KÜS deutlich die Ergebnisse beim händischen Übertragen der vielen komplizierten Zahlen-Buchstaben-Kombinationen. Außerdem soll die Verarbeitung der Bilddateien und die Rückübermittlung der Ergebnissen nur den Bruchteil einer Sekunde dauern.

Künstliche Intelligenz gegen schlechte Scans

Während viele Ausleseanwendungen sogenannte OCR-Engines (Optical Character Recognition – optische Texterkennung) nutzen, setzt die KÜS beim digitalen Fahrzeugschein eine eigens entwickelte künstliche Intelligenz (KI) ein. Diese macht das System „lernfähig“; die Performance der Software werde folglich mit der Zeit immer besser, heißt es bei der Prüforganisation.

Damit sollen die Daten auch unter widrigen Bedingungen zuverlässig verarbeitet werden – etwa bei Fotos, die schlecht belichtetet sind oder aus ungünstigen Winkeln aufgenommen wurden, sowie bei unscharfen Scans. Selbst ein leicht verschmutzter oder welliger Fahrzeugschein stellt angeblich keine Hürde dar. Durch die integrierte Plausibilitätsprüfung kann das Systems sogar fehlende Teilbereiche eines unvollständigen Dokuments ergänzen.

KÜS Data mit seiner zertifizierten Sicherheitsstruktur verspricht höchste Standards in Sachen Datenschutz und DSGVO-Konformität. Über die API-Schnittstelle kann die Software in eine vorhandene IT-Infrastruktur integriert werden.

Und so läuft die Digitalisierung ab:

  • 1. Ein Foto oder Scan der Zulassungsbescheinigung wird erstellt.
  • 2. Das Dokument wird über die KÜS-API (Schnittstelle) hochgeladen.
  • 3. Die KI-Software verarbeitet das Dokument.
  • 4. Die ausgelesenen Felder der ZBI werden im Json-Format zurückübertragen und integriert.

Für FZD verlangt die KÜS einen Staffelpreis, der sich nach der Gesamtanzahl der Abrufe in einem Monat richtet. Jeder Abruf soll dann nur wenige Cent kosten.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group