Kia-Absatz in Deutschland wächst langsamer

Autor: Andreas Wehner

Die Koreaner können mit dem Marktwachstum nicht mithalten und rechnen mit weniger Neuzulassungen als ursprünglich geplant. Eine Kooperation mit ALD soll das Gewerbekundengeschäft befeuern.

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Steffen Cost, Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland, erhofft sich Absatzwachstum vom neuen Sportage.
Steffen Cost, Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland, erhofft sich Absatzwachstum vom neuen Sportage.
(Foto: Wehner)

Kia wird das ursprünglich für 2015 angepeilte Ziel von 60.000 Neuzulassungen in Deutschland nicht ganz erreichen. „Wir werden wahrscheinlich 2.000 bis 3.000 Einheiten darunter liegen“, sagte Steffen Cost, Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland, auf der Frankfurter IAA im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Bis Ende August lag der Kia-Absatz mit 37.000 Einheiten nur 0,3 Prozent über den Verkäufen des Vorjahreszeitraums. „Wir machen keine kurzfristigen Geschäfte nur wegen des Volumens“, begründete Cost diese Zahlen.

Im kommenden Jahr soll unter anderem der neue Sportage für steigende Verkaufszahlen sorgen. Das Modell feierte seine Premiere auf der IAA und soll im ersten Quartal 2016 auf den Markt kommen. „Schon beim aktuellen Sportage haben wir in diesem Jahr ein Absatzhoch, obwohl er im Auslauf begriffen ist. Vom Nachfolger erhoffen wir uns noch einmal leicht steigende Verkaufszahlen“, sagte Cost.

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Ebenfalls auf der IAA erstmals zu sehen war die Europa-Version der Mittelklasse-Limousine Optima, die ab November bei den Händlern steht. Anders als vom Sportage sind von diesem Modell keine großen Verkaufszahlen zu erwarten. „Ein D-Segment-Fahrzeug eines koreanischen Herstellers kann so gut sein wie es will. Man wird davon auf dem deutschen markt keine riesigen Stückzahlen absetzen“, erläuterte Cost. Stattdessen soll das Auto zeigen, was bei Kia technisch möglich ist.

Full-Service-Leasing künftig mit ALD

Kia will unter anderem im Gewerbekundengeschäft mehr Gas geben. Dazu haben sich die Koreaner mit dem Leasing- und Flottenspezialisten ALD einen neuen Partner für ein Full-Service-Leasing ins Boot geholt. Auf der IAA unterzeichneten die beiden Unternehmen eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.

Unter der Marke „Kia Leasing“ bietet der Importeur seinen Gewerbekunden ab 1. Oktober individuell zugeschnitte Leasingangebote, die über ALD abgewickelt werden. Das Leistungsspektrum umfasst dabei Komponenten wie Technik- und Reifenservice, Schadenmanagement, Versicherungsservice, Tank- und Rent-Service sowie die Abwicklung der Kfz-Steuer und der Rundfunkgebühren. Durch ein Festschreiben von Zinssatz und Restwert will der Importeur Kostentransparenz und Planungssicherheit bieten.

Ein ausführliches Interview mit Steffen Cost lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben des »kfz-betrieb«.

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Redakteur Newsdesk Automotive