Kia: Frittenbude ist kein Thema mehr

Autor: Andreas Wehner

Kia-Deutschland-Chef Martin van Vugt sieht das Händlernetz gut aufgestellt. Für das Ziel, 100.000 Autos in Deutschkland zu verkaufen, gibt sich der Importeur inzwischen aber etwas mehr Zeit.

Firma zum Thema

Martin van Vugt: „Derzeit ist das Internetgeschäft ein einziger großer Intrabrand-Wettbewerb.“
Martin van Vugt: „Derzeit ist das Internetgeschäft ein einziger großer Intrabrand-Wettbewerb.“
(Foto: Wehner)

Kia sieht das deutsche Händlernetz gut aufgestellt. Der Großteil der Kia-Partner habe inzwischen die neue CI umgesetzt, sagte der Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland, Martin van Vugt, auf der IAA in Frankfurt. „Wir sind inzwischen weit weg von der Frittenbude und in der Gastronomie angekommen. Ich bin stolz auf die Ausstrahlung, die inzwischen von den Kia-Betrieben ausgeht“, sagte van Vugt gegenüber »kfz-betrieb«.

Kia hält an dem Ziel fest, die Marke von 100.000 verkauften Fahrzeugen in Deutschland zu überschreiten, plant dafür aber nun etwas mehr Zeit ein. „Es geht uns um beständiges Wachstum, da ist es egal, ob wir dieses Ziel vielleicht erst 2017 oder 2018 erreichen“, sagte der Geschäftsführer. In diesem Jahr will die koreanische Marke 63.000 Einheiten verkaufen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Auf der Messe zeigt Kia unter anderem die zweite Generation des Lifestyle-Vans Soul, der Anfang kommenden Jahres in Deutschland an den Verkaufsstart geht. Zu den angepeilten Verkaufszielen des Modells macht Kia noch keine Angaben. „Das hängt vor allem davon ab, wieviele Autos wir bekommen“, sagte van Vugt. Den Soul wird es auch als Elektroauto geben. Über dessen Einführung in Deutschland sei jedoch die Entscheidung noch nicht gefallen, so van Vugt.

Der Geschäftsführer rechnet damit, dass der Online-Vertrieb auch bei den Neuwagen in den kommenden Jahren schnell an Bedeutung gewinnen wird. Kia stelle hierzu viele Überlegungen an, sagte van Vugt, ohne konkrete Pläne zu nennen. „Es wird in irgendeiner Form eine Kombination aus altem und neuem Vertriebssystem geben – auf jeden Fall wird es Hand in Hand mit den Händlern gehen. Das kann ein Hersteller nicht alleine“, zeigte sich van Vugt überzeugt.

Allerdings müsse sich das Geschäft im Vergleich zu heute verändern. „Derzeit ist das Internetgeschäft ein einziger großer Intrabrand-Wettbewerb – für alle Marken“, sagte van Vugt. Die derzeitigen hohen Rabatte dürfe es in Zukunft nicht mehr geben. Der Kunde wolle nicht zwingend einen hohen Nachlass, sondern unterm Strich einen guten Deal machen – und das könne man auch mit anderen Maßnahmen erreichen.

Hier habe Kia mit der siebenjährigen Herstellergarantie inklusive Mobilitätsgarantie, Navi-Updates und Wartung bereits ein sehr gutes Angebot. In dieser Form gilt das Qualitätsversprechen noch bis Ende des Jahres. „Wir werden das Angebot danach in irgendeiner Form fortsetzen“, sagte van Vugt. Zu den konkreten Bedingungen äußerte er sich jedoch nicht.

(ID:42307864)

Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«