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Kia greift mit dem Optima im D-Segment an

Redakteur: Andreas Wehner

Die koreanische Marke geht ab April 2012 wieder in der Mittelklasse an den Start. Mit dem Optima will Kia vor allem den Japanern und Franzosen Kunden abjagen. Der Absatzplan für Deutschland klingt zunächst bescheiden.

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Der Kia Optima soll ab April 2012 im D-Segment punkten.
Der Kia Optima soll ab April 2012 im D-Segment punkten.
( Kia )

Die Koreaner können nicht nur Kleinwagen und SUVs. Nach der Konzernschwester Hyundai geht nun auch Kia mit einem Mittelklassemodell an den Start. Der Optima soll im Passat-Segment die Kunden von sich überzeugen.

Den Verantwortlichen ist jedoch klar, dass Optima-Käufer nicht unbedingt unter derzeitigen Volkswagen-Fahrern zu suchen sind. „Wir gehen davon aus, dass wir vor allem von den Japanern Kunden erobern können. Aber auch Fahrer von französischen Marken, die in diesem Segment in Deutschland ja auch ein bisschen Exoten sind, werden sich den Optima gerne anschauen“, sagt Benny Oeyen, Marketing-Chef von Kia Motors Europe.

In Deutschland will Kia im nächsten Jahr noch 800 Einheiten verkaufen. Diese auf den ersten Blick geringe Zahl begründet Oeyen mit der hohen Produktionsauslastung aufgrund des großen Erfolgs des Optima vor allem in den USA: „Wir bekommen nicht mehr Autos.“

Gleichzeitig steht dieses Ziel für Realismus. Das D-Segment ist in Deutschland ein sehr schwieriges Feld für die Koreaner. Die Schwestermarke Hyundai hinkt ihrem Verkaufsplan für den i40, der im gleichen Segment antritt, hinterher. Ursprünglich hatte Hyundai für das im September als Kombi gestartete Modell für 2011 ein Zulassungsziel von 2.500 Einheiten ausgegeben. Bis November waren es nur 1.400.

Bislang kein Kombi in Sicht

Bei Kia lässt eine Kombi-Variante noch auf sich warten. Und so richtig kann offenbar keiner der Verantwortlichen sagen, wann und ob es überhaupt eine solche Version geben wird. „Ein Kombi wäre für den europäischen Markt sehr wichtig, aber ich kann derzeit nichts bestätigen“, sagt Oeyen und verweist abermals auf die Produktionskapazität, die mit der Limousine schon jetzt ausgeschöpft sei.

Ein Kombi würde sicher auch die Firmenkunden freuen, die für Kia die Hauptzielgruppe des Optima sind. Der Importeur rechnet mit 65 Prozent gewerblichen Zulassungen.

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