Kia nimmt 80.000 Einheiten ins Visier

Autor Andreas Wehner

Die koreanische Marke will in Deutschland in den nächsten drei Jahren deutlich wachsen. Der neue Kia-Deutschland-Chef Steffen Cost möchte zudem das Händlernetz weiter ausbauen.

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Steffen Cost ist seit dem 2. März Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland.
Steffen Cost ist seit dem 2. März Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland.
(Foto: Wehner)

Kia will innerhalb der nächsten drei Jahre beim Absatz in Deutschland auf 80.000 Einheiten wachsen. „Das ist eine große Herausforderung, aber lösbar“, sagte der neue Kia-Deutschland-Chef Steffen Cost am Dienstag auf dem Genfer Automobilsalon. Wichtig sei es dabei, vernünftig und gesund zu wachsen.

Cost sieht in verschiedenen Kanälen noch besonderes Potenzial. „Beispielsweise können wir im Flottenbereich noch einiges tun“, sagte der Manager im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Dort erwarte er mittelfristig zusätzliche Verkäufe. Allerdings brauche dieses Geschäft viel Zeit.

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Auch im Händlernetz stecken nach Ansicht von Cost noch Wachstumsmöglichkeiten. Durch die Umstrukturierungen in den vergangenen Jahren sei das Potenzial vieler Partner nicht überall zu 100 Prozent ausgeschöpft. Zudem gebe es durch die Veränderungen noch rund 120 Open Points, die Kia in den nächsten Jahren sukzessive schließen will.

Noch vor wenigen Jahren waren die Koreaner davon ausgegangen, auf dem deutschen Markt 100.000 Einheiten zu erreichen. Für 2015 peilt der Importeur 60.000 Neuzulassungen an. Das entspräche mehr als 10 Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. 2014 war der Absatz der Koreaner gegenüber 2013 um 3,8 Prozent auf 53.500 Autos zurückgegangen. Das Händlernetz besteht derzeit aus 245 Partnern, die insgesamt 364 Vertriebsstandorte betreiben.

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Kia zeigt auf dem Genfer Automobilsalon die Studie Sportspace, die einen Ausblick auf einen möglichen Mittelklasse-Kombi gibt. Eine Serienvariante könnte in der zweiten Jahreshälfte 2016 auf den Markt kommen. Anfang 2016 soll die zweite Generation der Mittelklasse-Limousine Optima auf den Markt kommen, die ihre Premiere voraussichtlich im September auf der Frankurter IAA feiert.

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