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Kia Optima Hybrid kommt Anfang 2012

| Redakteur: Andreas Wehner

Kurz nach dem Marktstart der neuen Mittelklasselimousine will Kia eine elektrifizierte Variante anbieten. Auch Autogas ist für die Koreaner ein wichtiger werdendes Thema.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Kia bringt Anfang 2012 sein erstes Hybrid-Modell nach Europa. Der Mittelklasselimousine Optima soll kurz nach dem Marktstart eine elektrifizierte Variante zur Seite gestellt werden. Derzeit wird der Optima Hybrid in den USA eingeführt.

„Er ist ein Imageträger. Wir werden keine riesigen Stückzahlen davon verkaufen, aber wir wollen zeigen, was wir können“, sagte Benny Oeyen, Marketingchef von Kia Motors Europe im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. Zu welchem Preis das Modell angeboten wird, ist derzeit noch unklar. „Das ist ein schwieriges Thema. Wir werden uns auf Marktniveau bewegen“, sagte Oeyen.

Im Optima Hybrid ist ein 2,4-Liter-Benzinmotor mit einem Elektromotor kombiniert. Die beiden Aggregate leisten zusammen 209 PS und stellen ein maximales Drehmoment von 265 Nm zur Verfügung. Die Kraftübertragung auf die Vorderräder übernimmt ein sechsstufiges Automatikgetriebe. Der Optima Hybrid beschleunigt in 9,2 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h. Der Verbrauch liegt in der US-Version um etwa 40 Prozent niedriger als beim konventionell motorisierten Modell.

Auch in anderen alternativen Antriebsarten gibt es Neues bei Kia. Im Picanto hat der Autobauer erstmals einen quasi-monovalenten Autogasantrieb vorgestellt, der ab Werk verbaut ist. Neben einem 35-Liter-Gastank verfügt das Auto über einen 10 Liter großen Benzintank. Die LPG-Variante des Cityflitzers ist ab Sommer erhältlich.

Ein solcher Antrieb kommt auch für weitere Modelle in Frage, ist aber bisher nicht konkret geplant. „Wir werden uns zunächst anschauen, wie es beim Picanto läuft. Das ist also erst einmal ein Test. Letztlich hängt es davon ab, wie es in den einzelnen Märkten angenommen wird“, sagte Oeyen. Er rechnet damit, dass europaweit 20 Prozent der Picanto-Verkäufe auf die Autogas-Variante entfallen. „In Deutschland werden es ungefähr 10 Prozent sein.“

Über kommende alternativ angetriebene Modelle schweigt sich Kia noch aus. „Bei uns stehen alle Technologien bereit. Und wir können sehr schnell reagieren wenn der Markt das erfordert“, so Oeyen. In Europa sei im Moment noch nicht klar, in welche Richtung es gehe. Daher beobachte Kia noch, was die Kunden haben wollen.

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