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Kia: Potenzial in Deutschland

| Autor: Andreas Wehner

Der koreanische Autobauer Kia will europaweit weiter wachsen. Emilio Herrera, COO von Kia Motors Europe, sieht auch in Deutschland noch Steigerungsmöglichkeiten und will vor allem die Modellpalette weiter ausbauen und auffächern.

Emilio Herrera, COO von Kia Motors Europe: „Wenn Seat 100.000 Autos in Deutschland verkaufen kann, kann Kia das auch.“
Emilio Herrera, COO von Kia Motors Europe: „Wenn Seat 100.000 Autos in Deutschland verkaufen kann, kann Kia das auch.“
(Bild: Kia)

Emilio Herrera: Wir konnten unsere Verkäufe deutlich steigern, während der Gesamtmarkt stagniert hat. Das hatten wir uns vorgenommen. Man darf nicht vergessen, dass wir jetzt das zehnte Jahr in Folge gewachsen sind. Und in dieser Zeit gab es sicherlich das eine oder andere besonders schwierige Jahr auf dem Automarkt. Daher sind wir sehr zufrieden mit unserer Entwicklung, sowohl 2018 als auch in den vorangegangenen Jahren.

Wäre das Wachstum ohne die Dieselkrise höher ausgefallen?

Das ist schwer zu sagen. Aber wahrscheinlich hatte vor allem die WLTP-Einführung einen wesentlichen Einfluss. 2018 war eigentlich ein zweigeteiltes Jahr. Von Januar bis August war der europäische Markt im Plus, dann kam der WLTP-Stichtag, und viele Märkte brachen ein. Das haben auch wir gespürt, obwohl wir unsere Palette rechtzeitig umgestellt hatten. Natürlich trägt aktuell auch die Diesel-Krise dazu bei, dass die Verbraucher zögerlich sind beim Autokauf. Sie fragen sich: Wie viel ist mein Auto in ein paar Jahren noch wert? Werde ich von Fahrverboten betroffen sein? Auch wenn das mit den jetzt erhältlichen Euro-6d-Temp-Fahrzeugen nicht der Fall ist, ist es dennoch in den Köpfen, und das kann man nicht so einfach wieder ändern.

Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«