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Kia-Rückruf: Kleines Teil mit großer Wirkung

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Wehner

Eine unzureichend gesicherte Überwurfmutter kann sich lösen und zum Verlust der Lenkfähigkeit von über 26.000 Soul führen. In Deutschland sind fast 7.000 Autos betroffen.

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Der neue Kia Soul steht ab Ende März bei den deutschen Kia-Partnern.
Der neue Kia Soul steht ab Ende März bei den deutschen Kia-Partnern.
(Foto: Kia)

Für den Kia Soul (PS und EV) läuft derzeit eine Rückrufaktion wegen eines möglichen Verlusts der Lenkfähigkeit. In Deutschland müssen deshalb seit Anfang des Jahres 6.823 Einheiten des Crossovers in die Vertragswerkstatt, in Europa 26.628. Auslöser ist eine Überwurfmutter, welche die Verbindung von Lenksäule und Lenkgetriebe sichert.

„Die Überwurfmutter ist mit einem Sicherungsmittel verklebt, welches unter ungünstigen Umständen nicht genug Haftkraft aufweist“, sagte eine Kia-Sprecherin auf Anfrage. „Löst sich die Überwurfmutter kann dies zu einem Kontaktverlust zwischen dem Ritzel und der Zahnstange führen, was wiederum die mechanische Verbindung zwischen Lenkgetriebe und Lenkrad trennt.“

Die Mutter wird in der Werkstatt durch eine seitlich eingedrehte externe Schraube mechanisch gegen ein erneutes Verdrehen gesichert. „Vor dieser Maßnahme wird die Überwurfmutter zusätzlich ersetzt und die neue mit einem verbesserten Klebstoff eingeklebt“, erklärte sie weiter und betonte, dass es bisher keine Unfälle im Zusammenhang mit dem Problem gegeben habe.

Die betroffenen Modelle wurden zwischen 18. Januar 2014 und 30. September 2015 gebaut. Eine spezielle Markierung der Fahrzeuge nach der etwa einstündigen Reparatur gebe es nicht, die Aktion werde aber im Serviceheft vermerkt, so die Sprecherin. Den Aktionscode nannte sie nicht.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist